Amazon wegen Ring-Kameras verklagt

Amazon wurde wegen der Verletzung der Privatsphäre durch seine Ring-Smart-Türklingeln mit einer Sammelklage konfrontiert. Die in Seattle von dem aus Virginia stammenden Charles Sigwalt eingereichte Klage behauptet, dass die Funktion „Familiar Faces“ auf Ring-Geräten Bilder von Passanten ohne deren Zustimmung speichert, berichtet Techcrunch.com berichtet.
Die Funktion „Familiar Faces“ wurde im vergangenen September angekündigt und nutzt künstliche Intelligenz, um Personen zu erkennen, die regelmäßig ein Haus besuchen. Das System identifiziert Familienmitglieder, Nachbarn oder Kuriere und sendet dem Nutzer spezifischere Benachrichtigungen anstelle einer allgemeinen Meldung wie „Jemand ist an der Tür“. Obwohl Nutzer diese Funktion selbst aktivieren müssen, argumentieren Datenschützer, dass fremde Personen, die am Kameraobjektiv vorbeigehen, nicht in das Scannen ihrer Gesichter eingewilligt haben.
In der Klageschrift wird behauptet, dass Millionen von Amerikanern unwissentlich zu Objekten eines Gesichtserkennungssystems wurden, während sie an Ring-Überwachungskameras vorbeigingen. Amazon hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu diesem Fall abgegeben. Zuvor hatte das Unternehmen erklärt, dass Gesichtsdaten verschlüsselt seien, nicht weitergegeben würden und Daten unbekannter Personen nach 30 Tagen automatisch gelöscht würden.
Dies ist nicht das erste Datenschutzproblem für Amazon. Im Jahr 2023 einigte sich das Unternehmen mit der FTC (US-Handelsbehörde) auf einen Vergleich über 5,8 Millionen Dollar. Damals wurde festgestellt, dass Mitarbeiter unbefugten Zugriff auf private Videos von Kunden hatten. Ring wurde zudem dafür kritisiert, mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten und der Polizei Videomaterial ohne richterlichen Beschluss zur Verfügung zu stellen.















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