Weltraum-Rechenzentren könnten für Unternehmen zu teuer sein

Das rasante Wachstum von KI und Cloud-Diensten zwingt Unternehmen dazu, neue Energiequellen für Rechenzentren (RZ) zu suchen. In den letzten Jahren wurde die Idee orbitaler Rechenzentren, die mit Solarenergie betrieben werden, populär. Eine neue Studie von Vyacheslav Turyshev, Wissenschaftler am Jet Propulsion Laboratory der NASA, zeigt jedoch eine enorme technische Lücke zwischen diesem attraktiven Konzept und der kommerziellen Realität. Dies berichtet Ixbt.com .
Im Rahmen der Studie wurde ein mathematisches Modell erstellt, das die Wettbewerbsfähigkeit orbitaler Zentren gegenüber terrestrischen Anlagen hinsichtlich Kosten und Effizienz analysiert. Dabei wurden Gerätemasse, Energieverbrauch, Kommunikationsmöglichkeiten mit der Erde, Strahlungsbelastung und die Lebensdauer der Satelliten berücksichtigt. Schätzungen zufolge werden bis 2028 alle Rechenzentren weltweit zwischen 325 und 580 TWh Strom pro Jahr verbrauchen, was das Interesse an Rechensystemen im Weltraum steigert.
Obwohl die Umlaufbahn konstantes Sonnenlicht bietet, heben physikalische Gesetze diese Vorteile auf. Das größte Problem ist das Kühlsystem. Während Server auf der Erde mit Luft oder Flüssigkeit gekühlt werden, gibt es im Vakuum keine Konvektion. Der einzige Weg, überschüssige Wärme loszuwerden, sind riesige Radiatoren, die Energie in den Weltraum abstrahlen. Beispielsweise benötigt ein 1-MW-Rechenknoten etwa 5.600 Quadratmeter Solarpanels und 2.500 Quadratmeter Radiatoren.
Wirtschaftliche Berechnungen sind noch komplexer. Damit ein orbitales Rechenzentrum mit terrestrischen Anlagen konkurrieren kann, müssen die Gesamtkosten für Herstellung und Start zwischen 250 und 1.000 Dollar pro Kilogramm liegen. Aktuelle kommerzielle Flüge sind jedoch deutlich teurer, selbst ohne die Kosten der Ausrüstung selbst. Daher bleiben Cloud-Plattformen im Weltraum vorerst nur Theorie.















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