Ukrainischer Drohnenangriff legt große russische Ölraffinerie lahm

Während sich der bewaffnete Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verschärft, wurde ein weiterer schwerer Schlag gegen die russische Energieinfrastruktur geführt. Laut der einflussreichen Reuters Nachrichtenagentur vom 21. Mai führten von der Ukraine gestartete Drohnen in der Nacht zum 20. Mai einen heftigen Angriff auf die Ölraffinerie „NORSI“ in Kstowo, Region Nischni Nowgorod, durch.
Die Folgen dieses Luftangriffs sind schwerwiegend. Infolge der Treffer wurde das Herzstück der Anlage, die primäre Ölverarbeitungseinheit AVT-6, gezwungen, den Betrieb vollständig einzustellen. Diese riesige technologische Anlage deckte 53 Prozent der gesamten Produktionskapazität des Unternehmens ab und hatte eine technische Kapazität von 25.700 Tonnen Rohöl pro Tag.
Schäden am strategischen Giganten und das Schweigen der lokalen Behörden
Es ist anzumerken, dass das Werk „NORSI“ die viertgrößte Ölraffinerie der Russischen Föderation ist und beim Benzinproduktionsvolumen landesweit den zweiten Platz belegt. Vor diesem verheerenden Angriff hatte dieser Industriegigant eine Kapazität von 16 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr oder etwa 320.000 Barrel Öl pro Tag. Verarbeitungskapazität.
Unabhängige Medien und OSINT-Kanäle berichteten sofort über starke Explosionen und einen Drohnenangriff in der Industriezone von Kstowo in der Nacht zum 20. Mai. Die lokale russische Führung und die Behörden versuchen jedoch, eine offizielle Bestätigung für einen Großbrand oder Zerstörungen in diesem strategisch wichtigen Unternehmen zu vermeiden.
Bemerkenswert ist, dass das Werk „Nischnegorodnefteorgsintez“ zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten Ziel eines schweren Angriffs wurde. Zuvor, am 5. April, wurden die Produktionslinien durch Drohneneinschläge auf dem Werksgelände schwer beschädigt.
Krise im russischen Energiesystem: Die Wahrheit der Zahlen
In einem weiteren Analysebericht vom 20. Mai erklärte Reuters, dass fast alle großen Ölraffinerien in den zentralen Regionen Russlands ihre Produktion aufgrund der anhaltenden Drohnenangriffe der letzten Wochen drastisch reduziert oder vorübergehend eingestellt haben.
Nach Angaben vertrauenswürdiger Quellen der Agentur aus der Branche übersteigt die gesamte Produktionskapazität der russischen Raffinerien, die derzeit ganz oder teilweise ausgefallen sind, 83 Millionen Tonnen pro Jahr.
Hinter dieser Zahl verbergen sich massive wirtschaftliche Verluste:
Dieses Volumen entspricht fast einem Viertel (25 Prozent) der gesamten russischen Ölverarbeitungskapazität;
Gleichzeitig macht dieser Verlust mehr als 30 Prozent des für den Binnenmarkt benötigten Benzins und etwa 25 Prozent des Dieselkraftstoffs aus.
Das russische Energieministerium reagierte nicht auf offizielle Anfragen internationaler Journalisten zu dieser großen Energiekrise und zog es vor, zu schweigen. Experten glauben, dass die Fortsetzung solcher Angriffe in den kommenden Wochen zu Kraftstoffknappheit und drastischen Preiserhöhungen auf dem russischen Binnenmarkt führen könnte.
Glauben Sie, dass der Ausfall eines Viertels der zentralen russischen Ölraffinerien zu einem Benzinmangel auf dem Binnenmarkt führen wird oder wird die Regierung gezwungen sein, Kraftstoff aus dem Ausland zu kaufen?
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