„Wenn ich meine Tochter verkaufe, kann ich meine Familie vier Jahre lang ernähren“ – Afghanischer Vater

Ein Mann aus der afghanischen Provinz Ghor erklärte, er sei gezwungen, seine siebenjährige Tochter zu verkaufen, um das Überleben seiner Familie zu sichern. Dies berichtete die BBC.
Es wird berichtet, dass derzeit etwa 4,7 Millionen Menschen in Afghanistan vom Hungertod bedroht sind. Die Provinz Ghor gilt als eine der am stärksten von dieser Krise betroffenen Regionen.
Abdul Rashid Azimi hat siebenjährige Zwillingsmädchen namens Roqiya und Rohila. Er sagt, dass er aufgrund der schweren wirtschaftlichen Lage seiner Familie gezwungen war, über den Verkauf einer seiner Töchter nachzudenken.
Laut Abdul hat er zugestimmt, seine Töchter für eine Ehe oder Hausarbeit zu verkaufen.

Die Mutter der Mädchen, Kaykhan, sagte, die Lage der Familie sei extrem ernst.
Der Artikel betont, dass Jungen in Afghanistan als zukünftige Ernährer der Familie angesehen werden. Aus diesem Grund sind einige Familien in wirtschaftlicher Not gezwungen, ihre Töchter zu verkaufen oder früh zu verheiraten. Die von den Taliban verhängten Beschränkungen für die Bildung und Arbeit von Frauen haben dieses Problem verschärft.
Zudem besteht im Land weiterhin die Tradition, der Familie der Braut bei der Heirat einen Brautpreis zu zahlen. Die beiden jugendlichen Söhne von Abdul und Kaykhan arbeiten als Schuhputzer in der Stadt, ein weiterer sammelt Müll.
Der Artikel erwähnt auch das Schicksal eines anderen Afghanen, Said Ahmad. Er sagte, er sei gezwungen gewesen, seine fünfjährige Tochter Shayqa aufgrund einer Krankheit zu verkaufen.
Es stellte sich heraus, dass Shayqas Operation erfolgreich war. Das Mädchen wurde für 200.000 Afghanis (etwa 3.200 Dollar) verkauft, und dieses Geld wurde für die medizinischen Kosten verwendet.
Said sagt, das Mädchen lebe derzeit noch bei ihrer Familie, aber in fünf Jahren müsse sie in das Haus ihres Verwandten ziehen, um dessen Sohn zu heiraten.

Derzeit sind Kinderehen in Afghanistan weit verbreitet. Die Verbote der Taliban-Regierung für die Bildung von Mädchen verschlimmern diese Situation weiter.
Nach UN-Angaben ist die internationale humanitäre Hilfe für Afghanistan im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent zurückgegangen. Die drastischen Kürzungen der Hilfe durch die USA und andere große Geberländer verschärfen die humanitäre Krise im Land.
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