SEC führt innovative Ausnahme für den Handel mit tokenisierten Aktien ein

Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) plant die Einführung einer speziellen „innovativen Ausnahme“ für den Handel mit tokenisierten Aktien auf Blockchain-Basis. Diese Neuerung ermöglicht den Handel mit Drittanbieter-Token, die den Aktienkurs von Unternehmen nachbilden, auch ohne deren Zustimmung. Laut Bloomberg wird diese Entscheidung den Handel mit Wertpapieren börsennotierter Unternehmen auf dezentralen Krypto-Plattformen außerhalb traditioneller Börsen ausweiten. Dies berichtet Cointelegraph.com berichtet .
Die SEC hat bei der Ausarbeitung dieser Regeln Hunderte von Marktteilnehmern konsultiert. Den vorgeschlagenen Regeln zufolge müssen tokenisierte Aktien alle Vorteile gewöhnlicher Aktien, wie Stimmrechte und Dividenden, aufweisen; andernfalls können sie von der Börse genommen werden. Diese Initiative wird von Kommissarin Hester Peirce geleitet.
Wall-Street-Firmen zeigen in den letzten Jahren großes Interesse an der Effizienz der Blockchain-Technologie zur Beschleunigung von Handels- und Abwicklungsprozessen. Beispielsweise plant die Intercontinental Exchange die Einführung einer 24/7-Tokenisierungsplattform für Aktien und ETFs. Zudem hat die Krypto-Börse Bullish ihre Kapazitäten durch den Erwerb der Equiniti-Plattform für 4,2 Milliarden USD erweitert.
Befürworter der Tokenisierung betonen, dass diese Technologie den Zugang zu Aktien von Unternehmen wie Nvidia, Google und Tesla auch für Anleger ohne traditionelle Brokerkonten öffnet. Es gibt jedoch innerhalb der SEC auch Beamte, die sich gegen diese Entscheidung aussprechen. Brett Redfearn, Leiter der Plattform Securitize, äußerte Bedenken, dass eine Tokenisierung ohne Beteiligung des Emittenten zu einer Marktfragmentierung führen könnte.
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