WM-Teilnehmer hinterlegen eine Bürgschaft für ein US-Visum

Staatsbürger von fünf Ländern, die an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen, müssen bei der Beantragung eines US-Visums eine zusätzliche Sicherheitsleistung hinterlegen.
Laut „The Athletic“ hängt das Problem mit dem Pilotprogramm „Visa Bond“ in den USA zusammen. Im Rahmen dieses Programms müssen Staatsbürger aus 50 Ländern bei der Einreise in die USA mit einem Geschäfts- oder Touristenvisum eine Sicherheitsleistung zwischen 10.000 und 15.000 US-Dollar hinterlegen. Diese wird bei Ausreise aus den USA vor Ablauf des Visums zurückerstattet.
Zu den von dem Programm betroffenen Ländern gehören Algerien, Kap Verde, Senegal und die Elfenbeinküste – deren Nationalmannschaften sich ebenfalls für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert haben. Ab dem 2. April gelten die Regelungen auch für tunesische Staatsbürger.
Das Pilotprogramm für Visa-Bürgschaften sieht keine Sonderregelungen für Teilnehmer internationaler Sportwettbewerbe vor. Diese Situation sorgte bei den Fußballverbänden für Besorgnis und wurde auch in den Vorbereitungsseminaren für die Weltmeisterschaft 2026 diskutiert.
Die FIFA bemüht sich derzeit um die Zustimmung der US-Regierung, Ausnahmen für Spieler, Trainer, Nationalmannschaftsfunktionäre und Verbandsfunktionäre zu ermöglichen. Sollte die US-Regierung dem Wunsch der FIFA nachkommen, würde die Ausnahme nur für Nationalmannschaftsmitglieder gelten, die Bürgschaft bliebe jedoch für Spielerfamilien und Fans weiterhin verpflichtend.
Experten zufolge verdeutlicht diese Schwierigkeit einmal mehr die Bedeutung von Vereinbarungen zwischen der US-Visapolitik und der Organisation internationaler Sportveranstaltungen. Das Thema ist für Bürger und Fans gleichermaßen relevant, da es für viele Teammitglieder und ihre Familien einen wichtigen Faktor in der Finanzplanung darstellt.
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