Usbekistan beseitigte eine wichtige Zahlungshürde

Usbekistan hat ein großes rechtliches Hindernis beseitigt, das den Markteintritt globaler Zahlungsdienste wie Apple Pay, Google Pay und PayPal lange Zeit erschwert hatte. Aufgrund eines neuen Präsidialdekrets erlauben Änderungen am Gesetz über personenbezogene Daten nun, den Großteil persönlicher Informationen auf ausländischen Servern zu speichern, sofern internationale Standards eingehalten werden.
Zuvor waren Unternehmen verpflichtet, sämtliche Nutzerdaten ausschließlich innerhalb Usbekistans zu speichern. Diese Vorschrift war eines der größten Hindernisse für große Technologieunternehmen, deren Plattformen in der Regel auf globale Cloud-Infrastruktur angewiesen sind. Nach den aktualisierten Regeln unterliegen nur biometrische und genetische Daten weiterhin strengeren Speicherbeschränkungen.
Die Änderung bringt die nationale Gesetzgebung näher an internationale Praktiken heran und könnte es ausländischen Unternehmen erleichtern, ihre Dienste auf dem usbekischen Markt einzuführen, ohne ihre Systeme um lokale Rechenzentren herum neu aufbauen zu müssen. Auch Banken und Fintech-Unternehmen dürften davon profitieren, da sie globale Cloud-Technologien freier nutzen können.
Behörden und Marktteilnehmer erwarten, dass die Liberalisierung ein schnelleres Wachstum kontaktloser Zahlungen, digitaler Finanzdienste und des E-Commerce im ganzen Land fördern wird. Der Schritt gilt zudem als Teil umfassenderer Bemühungen, frühere Zusagen umzusetzen und das Geschäftsumfeld Usbekistans an globale Standards anzugleichen.
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