Kim Jong Un behielt sein höchstes Amt

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un ist nach Angaben der Koreanischen Zentralen Nachrichtenagentur als Vorsitzender für Staatsangelegenheiten, dem höchsten Staatsamt des Landes, wiedergewählt worden. Die Entscheidung wurde auf der ersten Sitzung der 15. Obersten Volksversammlung gebilligt und bekräftigte seinen festen Griff nach der Macht an der Spitze der Regierung.
Die Staatsmedien beschrieben den Schritt in äußerst feierlicher Sprache und priesen Kim als herausragenden Denker, Strategen und Führer des nationalen Aufbaus und Wandels. Dem offiziellen Bericht zufolge soll seine erneute Ernennung die Autorität der Republik weiter festigen, die Staatsmacht stärken und dazu beitragen, die langfristigen politischen Ambitionen des Landes voranzubringen.
Die Wiederernennung folgt auf eine weitere wichtige politische Entscheidung zu Beginn dieses Jahres. Ende Februar wurde Kim außerdem erneut zum Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas gewählt, der Regierungspartei, die das politische System des Landes dominiert. Dass er sowohl den höchsten Parteiposten als auch das höchste Staatsamt innehat, unterstreicht seine zentrale Rolle in der Führungsstruktur Nordkoreas.
Kim Jong Un ist das dritte Mitglied der Kim-Familiendynastie, das Nordkorea seit der Staatsgründung im Jahr 1948 regiert. Er wurde im Dezember 2011 nach dem Tod seines Vaters Kim Jong Il zum obersten Führer des Landes erklärt. Im Jahr 2012 übernahm er die Ämter des Ersten Sekretärs der Regierungspartei und des Vorsitzenden der Nationalen Verteidigungskommission und formalisierte damit seine Autorität weiter.
2016 schaffte Nordkorea den Posten des Vorsitzenden der Nationalen Verteidigungskommission ab und schuf an seiner Stelle das Amt des Vorsitzenden für Staatsangelegenheiten. Im selben Jahr übernahm Kim zudem den Titel des Parteivorsitzenden, und 2021 wurde er Generalsekretär. Außerdem dient er als Oberbefehlshaber der Koreanischen Volksarmee, was ihm die direkte Kontrolle über den militärischen Apparat des Landes verleiht.
Auch die Aufmerksamkeit für seine Tochter Kim Ju Ae ist gewachsen, die seit 2022 regelmäßig bei offiziellen Veranstaltungen an seiner Seite zu sehen ist. Berichte unter Berufung auf südkoreanische Beamte legen nahe, dass sie als mögliche Nachfolgerin aufgebaut werden könnte, obwohl Pjöngjang dazu keine formelle Erklärung abgegeben hat.
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!