„Lügen“-Konflikt zwischen USA und Ukraine: Rubio antwortet Selenskyj scharf

Eine unerwartete Abkühlung ist in den diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Kiew aufgetreten. Der US-Außenminister Marco Rubio wies die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten scharf zurück und brachte Klarheit in die Situation. Zamin.uz präsentiert die Einzelheiten dieser spektakulären Erklärungen, die unter dem Pariser Himmel abgegeben wurden.
Der Leiter des US-Außenministeriums, Marco Rubio, beschuldigte in einem Gespräch mit Journalisten am Flughafen Le Bourget in Frankreich den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die Wahrheit zu verzerren. Es geht um die erwarteten Sicherheitsgarantien für die Ukraine und das Schicksal der Region Donezk.
„Es ist einfach eine Lüge“: Rubios scharfe Zurückweisung
Dem Außenminister zufolge hat die US-Seite Kiew keine Sicherheitsgarantien im Austausch für den Abzug der Truppen aus dem Donbass versprochen.
„Das entspricht überhaupt nicht der Wahrheit. Selenskyj weiß selbst, dass diese Aussagen falsch sind. Ihm wurde gesagt, dass die Sicherheitsgarantien erst in Kraft treten, nachdem der Krieg vollständig beendet ist. Aber wir haben dies niemals an den Verzicht auf Gebiete gebunden“, sagte Marco Rubio.
Washington – nur Vermittler?
Rubio erklärte die Rolle der USA eindeutig: Washington agierte lediglich als Vermittler, der die Forderungen Russlands an die Ukraine übermittelte.
- Die Entscheidung liegt in Kiew: Die USA zwingen die Ukraine nicht zu territorialen Zugeständnissen.
- Folge: Wenn die Ukraine keine Zugeständnisse machen will, werden die Kämpfe fortgesetzt. Ebenso, wenn Russland keinen Kompromiss eingeht, wird der Krieg nicht enden.
Zur Information: Die russische Seite verlangt seit Herbst 2025 den vollständigen Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass, um den Krieg zu beenden. Derzeit bleibt etwa 15–17 % dieser Region unter der Kontrolle Kiews.
Frist bis Juni und der Faktor Naher Osten
Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass die USA Druck ausüben, um den Krieg vor Juni dieses Jahres zu beenden, aufgrund der für November 2026 geplanten Kongresswahlen. Die Lage könnte sich jedoch weiter verkomplizieren.
Journalisten fragten Rubio, ob die für die Ukraine bestimmten Waffen (im Rahmen des PURL-Programms) nach Nahost, an die Front gegen den Iran, umgeleitet werden könnten.
Das Interesse der USA steht an erster Stelle: Rubio betonte, dass die Waffenrichtung derzeit nicht geändert wurde, aber diese Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden kann. Wenn die Waffen für die USA selbst benötigt werden, wird Washington sie zuerst für den eigenen Bedarf verwenden.
Liebe Leser, glauben Sie, dass Sicherheitsgarantien für die Ukraine wichtiger sind als die territoriale Integrität? Inwieweit könnte die Umleitung von US-Waffen nach Nahost die Situation an der ukrainischen Front verändern?