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Osterwaffenstillstand gescheitert: Kämpfe an der Front und gegenseitige Vorwürfe

Osterwaffenstillstand gescheitert: Kämpfe an der Front und gegenseitige Vorwürfe

Foto: news-pravda.com

Der anlässlich des Osterfestes eingeführte vorübergehende Waffenstillstand hielt leider nicht lange an. Die an der Front gesammelten Hoffnungen blieben erneut im Schatten von Explosionen und gegenseitigen Vorwürfen. Zamin.uz präsentiert die Details der Ereignisse am Feiertag, an dem das Feuer des Krieges nicht nachließ.

Nicht verstummte Schüsse: Erklärung der ukrainischen Seite

Laut dem Generalstab der Streitkräfte der Ukraine hielt sich die russische Armee am Sonntag, dem 12. April, nicht an die erklärten Waffenstillstandsregeln. Den Angaben zufolge wurden im Laufe des Tages insgesamt 55 Angriffe auf ukrainisches Gebiet durchgeführt. Besonders die Grenzgebiete der Region Sumy sowie die Stellungen der Streitkräfte wurden schwer getroffen.

Einer der tragischen Vorfälle ereignete sich in der Siedlung Zolochiv in der Region Charkiw: Infolge eines Drohnenangriffs brach in einem Lebensmittelgeschäft ein Feuer aus, und zwei Zivilisten wurden verletzt. Außerdem wird berichtet, dass in der Region Sumy in der Nacht ein Krankenwagen angegriffen wurde und drei Sanitäter Verletzungen erlitten.

Russlands Gegenbeschuldigungen: Drohnen und Beschuss

Auch die russische Seite beschuldigt Kiew, das Waffenstillstandsregime verletzt zu haben. Laut dem Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, griff eine ukrainische Drohne ein Fahrzeug an, wodurch der Fahrer eine Brustverletzung erlitt und ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Gleichzeitig berichtete die von russischer Seite eingesetzte Verwaltung der Region Cherson, dass in der Nacht Verwaltungsgebäude und Wohnhäuser beschossen wurden, es jedoch keine Todesopfer gab.

Papierfrieden: Positionen von Putin und Selenskyj

Zur Erinnerung: Diese Waffenstillstandsinitiative wurde am 9. April vom russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeschlagen. Demnach sollten die Kampfhandlungen während der Osterfeiertage vollständig eingestellt werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erinnerte daran, dass Kiew zuvor bereits ähnliche Vorschläge gemacht habe, und erklärte seine Bereitschaft, als Reaktion das Feuer einzustellen.

Doch bereits in den ersten Stunden nach Inkrafttreten des Abkommens begannen beide Seiten, sich gegenseitig des Verrats zu beschuldigen. Dies zeigte erneut, wie zerbrechlich solche „Friedensmomente“ in Kriegszeiten sind.

Sehr geehrte Leser, glauben Sie, dass solche kurzfristigen Waffenstillstände einen positiven Einfluss auf den Kriegsverlauf haben? Oder handelt es sich nur um ein politisches Manöver?

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