Entwicklung von E-Commerce und Zolllagern in Usbekistan

Eine neue Phase der digitalen Revolution beginnt in der usbekischen Wirtschaft. Präsident Schawkat Mirziyoyev stellte Reformen für den E-Commerce nach modernen Standards sowie die Einführung des international bewährten Systems der „Zolllager“ vor. Zamin.uz analysierte den Inhalt dieser Neuerungen, die das Handelssystem unseres Landes grundlegend verändern werden.
20-faches Wachstum in acht Jahren: Was sagen die Zahlen?
In den letzten Jahren ist die Online-Handelskultur in unserem Land rasant gestiegen. Das Volumen des E-Commerce hat 1,3 Milliarden Dollar erreicht, wobei über 120 Plattformen erfolgreich tätig sind. Am wichtigsten ist, dass durch dieses System 750.000 unserer Landsleute hochbezahlte Arbeitsplätze erhalten haben. Im Vergleich zur weltweiten Erfahrung gibt es jedoch noch viele ungenutzte Möglichkeiten. Während beispielsweise weltweit 22 % des Einzelhandels online stattfinden, liegt dieser Wert bei uns derzeit bei etwa 4–4,6 %.
Zolllager – ein neuer Treiber für das Wirtschaftswachstum
Um den E-Commerce auf eine neue Stufe zu heben, wird die Einrichtung von „Zolllagern“ vorgeschlagen. Was ist das für ein System?
- Zahlungen werden aufgeschoben: Aus dem Ausland importierte Waren werden in einem speziellen Lager unter Zollaufsicht aufbewahrt.
- Zahlung bei Verkauf: Zollgebühren und Steuern fallen nicht an, während die Ware im Lager liegt, sondern erst in dem Moment, in dem sie an einen bestimmten Käufer verkauft wird. Dieses System hilft Unternehmern, ihr Betriebskapital zu schonen und Logistikkosten zu senken.
Die Kette „Import – Zolllager – Verbraucher“
Im Zeitraum 2026–2028 wird ein neuer Mechanismus als Pilotprojekt eingeführt. Dabei soll das Lagernetzwerk großer internationaler Marktplätze erweitert und vollständig in die Zoll- und Steuersysteme integriert werden. Dieser Prozess wird den Weg für direkte Investitionen in Höhe von mindestens 500 Millionen Dollar ebnen.
Moderne Infrastruktur und Exportmöglichkeiten
Derzeit gehören nur 34 % der Lager in unserem Land zur hochwertigen „A“-Klasse. In den nächsten fünf Jahren wird ein Bedarf an 2,5 Millionen Quadratmetern moderner Flächen entstehen. Zolllager erleichtern nicht nur den Import, sondern dienen unseren lokalen Produzenten auch als bequeme Brücke für den Export ihrer Produkte auf ausländische Märkte.
Der Staatschef hat den Verantwortlichen strikte Anweisungen zur Erhöhung der Transparenz und zur Schaffung eines günstigen Umfelds für digitale Plattformen gegeben. Dies deutet darauf hin, dass Online-Einkäufe in den kommenden Jahren noch günstiger, schneller und sicherer werden.
Liebe Kunden, bevorzugen Sie Online-Shopping oder traditionelle Märkte? Wie glauben Sie, dass die Einrichtung von Zolllagern die Warenpreise beeinflussen wird?
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