Masernausbruch in Bangladesch: Hunderte Kinder gestorben

Ein starker Anstieg der Masernfälle in Bangladesch erschwert die epidemiologische Lage. Aktuellen Daten zufolge sind seit Mitte März dieses Jahres 459 Kinder an der Krankheit gestorben.
Berichten zufolge wurden allein am 18. Mai sechs weitere Todesfälle bei Kindern verzeichnet. Während ein Todesfall offiziell auf Masern zurückgeführt wurde, wird vermutet, dass auch die anderen fünf Fälle mit derselben Krankheit in Zusammenhang stehen.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden 75 masernbedingte Todesfälle durch Labortests bestätigt. Die restlichen 384 Fälle gelten als Verdachtsfälle, und weitere Untersuchungen laufen derzeit.
Unterdessen schreitet die Ausbreitung der Krankheit weiterhin schnell voran. Innerhalb eines Tages wurden 240 neue bestätigte Fälle registriert, womit die Gesamtzahl der Patienten auf 7.700 gestiegen ist. Die Verdachtsfälle nahmen um weitere 1.274 zu und erreichten insgesamt fast 58.000.
Offiziellen Angaben zufolge wurden seit März landesweit mehr als 42.000 Patienten mit Masernsymptomen in Krankenhäuser eingeliefert. Ein Großteil von ihnen wurde medizinisch versorgt und wieder entlassen.
In der Hauptstadt Dhaka spitzt sich die Lage weiter zu. Aufgrund von Unterbrechungen bei der Impfstoffversorgung kommt es zu Protesten gegen die Verantwortlichen. Die Bürger fordern eine sofortige Lösung der Probleme im Gesundheitssystem.
Experten betonen die Notwendigkeit, Massenimpfkampagnen zu verstärken, sanitäre Vorschriften strikt einzuhalten und die Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung auszuweiten, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen.
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