Shavkat Mirziyoyev nahm an den Siegesfeierlichkeiten in Moskau teil (Foto)

Foto: Pressedienst des Präsidenten von Usbekistan
Am 9. Mai nahm der usbekische Präsident Shavkat Mirziyoyev in Moskau an feierlichen Veranstaltungen zum 81. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg teil. Diese Zeremonie war nicht nur ein Tribut an ein historisches Datum, sondern auch ein Ausdruck des Respekts für das Gedenken an die Völker, die während der Kriegsjahre im Kampf gegen den Faschismus enorme Opfer brachten.
Die traditionelle Siegesparade fand auf dem Roten Platz in Moskau statt. Neben dem usbekischen Staatschef nahmen auch der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko, der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew, der laotische Präsident Thongloun Sisoulith, der malaysische König Sultan Ibrahim sowie weitere Leiter ausländischer Delegationen an der Veranstaltung teil.

Nach Abschluss der Parade legte Shavkat Mirziyoyev gemeinsam mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und anderen Staats- und Regierungschefs Blumen am Grab des Unbekannten Soldaten im Alexandergarten in Moskau nieder. Diese Zeremonie wurde als Zeichen tiefen Respekts für das Gedenken an die Millionen im Krieg gefallenen Menschen gewürdigt.
Die Veranstaltung wurde mit einer Schweigeminute, einer Ehrenwache und dem feierlichen Marsch des Militärorchesters fortgesetzt. Solche Zeremonien dienen jedes Jahr dazu, das historische Gedächtnis zu bewahren, die Tragödie des Krieges nicht zu vergessen und sich den Wert des Friedens erneut bewusst zu machen.

Am Ende der offiziellen Veranstaltungen fand ein Treffen zwischen Shavkat Mirziyoyev und Wladimir Putin statt. Danach reiste der usbekische Präsident nach Taschkent ab. Am internationalen Flughafen Wnukowo wurde das Staatsoberhaupt von russischen Beamten verabschiedet.
Das Volk von Usbekistan hat ebenfalls einen unvergleichlichen Beitrag zum Sieg im Zweiten Weltkrieg geleistet. Am Vorabend des Krieges betrug die Bevölkerung der Republik mehr als 6 Millionen Menschen. In den schweren Jahren der Prüfung wurden fast 2 Millionen Usbeken an die Front mobilisiert. Hunderttausende von ihnen kämpften tapfer auf den Schlachtfeldern.

In den Jahren des blutigen Krieges starben mehr als 538.000 unserer Landsleute, und über 158.000 gelten als vermisst. Diese Zahlen sind nicht nur Statistik; hinter jeder steht eine Familie, ein Schicksal, ein Leben und ein Mut, der einen unauslöschlichen Eindruck im Gedächtnis des Volkes hinterlassen hat.
Für ihren Mut, ihre Standhaftigkeit und ihr militärisches Können wurden mehr als 214.000 Soldaten und Offiziere aus Usbekistan mit Kampforden und Medaillen ausgezeichnet. 301 unserer Landsleute erhielten den Titel „Held der Sowjetunion“, und weitere 70 wurden Vollkavaliere des Ruhmesordens.

Zum Sieg trugen nicht nur die Kämpfe an der Front bei, sondern auch die aufopferungsvolle Arbeit hinter der Front. Während der Kriegsjahre wurde Usbekistan zu einer zuverlässigen Stütze für die Front. Die Republik spielte eine entscheidende Rolle bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidung, Medikamenten, Waffen und anderen notwendigen Produkten.
Innerhalb kurzer Zeit wurden mehr als 170 evakuierte Unternehmen auf dem Gebiet Usbekistans angesiedelt. Diese Betriebe dienten dem kontinuierlichen Betrieb der Verteidigungsindustrie. Die Menschen arbeiteten Tag und Nacht, ertrugen Entbehrungen und setzten all ihre Kraft für den gemeinsamen Sieg ein.

In den Kriegsjahren zeigte unser Volk auch ein leuchtendes Beispiel für Menschlichkeit und Toleranz. Mehr als 1,5 Millionen Menschen, die aus Gebieten nahe der Front evakuiert wurden, fanden in Usbekistan Zuflucht. Unter ihnen waren mehr als 250.000 Waisenkinder.
In schwierigen Zeiten teilte das Volk von Usbekistan sein Zuhause, sein Brot und seine Güte mit anderen. Diese Barmherzigkeit, Toleranz und die Bereitschaft, Bedürftigen eine helfende Hand zu reichen, demonstrierten erneut die spirituelle Kraft unseres Volkes.

Daher ist der 9. Mai nicht nur ein historisches Datum. Es ist ein Tag des Gedenkens, der Dankbarkeit und des Erkennens des Wertes des Friedens. Das Gedenken an diejenigen, die im Krieg ihr Leben gaben, an der Front tapfer kämpften und hinter der Front unermüdlich arbeiteten, wird immer in den Herzen unseres Volkes weiterleben. Frieden ist nicht vom Himmel gefallen; sein Preis war sehr hoch – das darf man nicht vergessen.
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