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Starker Anstieg von Schwarzfahrern in Bussen in Taschkent

Es wurde bekannt, dass die Fälle von Schwarzfahren im öffentlichen Nahverkehr von Taschkent erheblich zugenommen haben. In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 wurden in der Hauptstadt über 50.000 Fahrgäste ohne Ticket mit einer Geldstrafe belegt. Diese Zahl, die fast doppelt so hoch ist wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, zeigt, dass sich die Lage deutlich verschärft hat.

Experten sind der Meinung, dass mehrere Faktoren zu dieser Verschärfung beigetragen haben. Insbesondere die Abschaffung der Barzahlung, die Reduzierung der Schaffnerzahl und die vollständige Digitalisierung des Bezahlvorgangs werden von einigen Fahrgästen missbraucht. Einfach ausgedrückt: Das System wurde modernisiert, aber nicht jeder hat sich verantwortungsbewusst daran angepasst.

Daten zufolge machen junge Menschen den Großteil der Schwarzfahrer aus. Es wurde festgestellt, dass 90 % der als „Hasen“ bezeichneten Regelverstößer zwischen 16 und 30 Jahre alt sind. Der Anteil der Studenten unter ihnen ist mit etwa 70 % ebenfalls sehr hoch. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, präventive Maßnahmen gezielt bei Jugendlichen und in Bildungseinrichtungen zu verstärken.

Derzeit kontrollieren täglich 57 Inspektoren die Linien und Haltestellen in der Hauptstadt, um die Ticketzahlungen zu überwachen. Sie prüfen, ob in den Bussen bezahlt wurde, und bei Verstößen wird ein Bußgeld nach dem vorgeschriebenen Verfahren verhängt.

Zudem wurden Daten zu den Schwarzfahrten an das Ministerium für höhere und mittelspezielle Bildung übermittelt. An den Universitäten werden Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen unter den Studierenden durchgeführt. Damit soll die Kultur der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unter jungen Menschen gefördert werden.

„Toshshahartransxizmat“ plant, das Problem mit modernen Technologien zu lösen. Insbesondere wird die Einführung eines KI-Systems zur Überwachung von Zahlungen in Bussen geprüft. Dieses System vergleicht die Anzahl der Fahrgäste im Bus mit der Anzahl der getätigten Transaktionen. Übersteigt die Personenzahl die Zahlungen, sendet das System ein Signal an den nächsten Kontrolleur.

Die praktische Umsetzung dieser Technologie ist jedoch mit Schwierigkeiten verbunden. In den Bussen von Taschkent steigen die Fahrgäste durch alle Türen ein und aus. Manche sind es gewohnt, nicht beim Einsteigen, sondern erst vor dem Aussteigen zu bezahlen. Dies könnte eine genaue Erfassung durch das KI-System erschweren.

Aus diesem Grund prüfen die Verkehrsbehörden auch die Rückkehr zu einem System, bei dem der Einstieg nur durch die Vordertür erfolgt. Dabei zahlt der Fahrgast direkt beim Einsteigen, was den Kontrollprozess erheblich vereinfacht. Die Einführung erfordert jedoch eine Steigerung des Bewusstseins der Fahrgäste, verstärkte Aufklärungsarbeit und ein schrittweises Vorgehen.

Kurz gesagt, der starke Anstieg der Schwarzfahrer in Taschkent entwickelt sich zu einem der drängendsten Probleme im öffentlichen Nahverkehr. Digitalisierung ist gut, künstliche Intelligenz ist großartig, aber letztendlich läuft alles auf einfache Verantwortung hinaus. Das Fahrgeld zu bezahlen ist keine große Sache, aber der stabile Betrieb des gesamten Verkehrssystems hängt genau von dieser kleinen, aber wichtigen Gewohnheit ab.

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