Papst spricht sich gegen den militärischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz aus

Der Vatikan gab bekannt, dass Papst Leo XIV. am 25. Mai seine erste Enzyklika mit dem Titel „Magnifica Humanitas“ („Große Menschheit“) vorstellen wird. Das Dokument widmet sich dem Schutz der Menschenwürde im Zeitalter der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz. Entgegen der Tradition wird der Pontifex dieses Dokument persönlich vorstellen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet.
Christopher Olah, einer der Gründer von Anthropic, wird als besonderer Redner an der Präsentation teilnehmen. Olah ist ein führender Experte des Unternehmens für das Verständnis der Mechanismen neuronaler Netze und die Erforschung des „Black Box“-Prinzips. Bei der Veranstaltung werden auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Kardinal Víctor Manuel Fernández sprechen.
Laut Reuters verurteilt die Enzyklika den Einsatz von Algorithmen der Künstlichen Intelligenz für militärische Zwecke scharf. Der Papst bezeichnete Kriege, die mit Hilfe neuronaler Netze geführt werden, als „Spirale der Zerstörung“ und bewertete dies als eine gefährliche Entwicklung für die Menschheit. Das Dokument enthält zudem Warnungen vor den negativen Auswirkungen der Automatisierung auf die Rechte der Arbeitnehmer.
Leo XIV. unterzeichnete das Dokument am 15. Mai. Das Datum wurde nicht zufällig gewählt: Es fällt mit dem 135. Jahrestag der Enzyklika „Rerum novarum“ zusammen, die 1891 während der Industriellen Revolution die Rechte der Arbeiter schützte. Der Pontifex vergleicht die aktuelle KI-Revolution mit der Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts und unterstreicht damit die feste Haltung der Kirche in dieser Frage.
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