Quartermaster sammelt 43 Millionen Dollar für KI-Netzwerk für Schiffe

Die Ozeane nehmen eine riesige Fläche ein, was es für Regierungen, Reedereien und Versicherer schwierig macht, maritime Ereignisse in Echtzeit zu verfolgen. Die meisten modernen Schiffe arbeiten noch mit veralteter Technologie. Das in Virginia ansässige Startup Quartermaster hat zur Lösung dieses Problems ein spezielles System namens „SmartMast“ entwickelt. Dabei handelt es sich um ein wetterfestes Sensorpaket aus Kameras und Funksendern, das am Mast eines Schiffes montiert wird. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet.
Laut Neil Sobin, Gründer und CEO von Quartermaster, ist SmartMast dem aktuellen Standard AIS (Automatic Identification System) weit überlegen. Das AIS-System ist sehr simpel, überträgt nur Standortsignale und ist anfällig für Betrug. Kriminelle können AIS-Daten leicht fälschen oder das System abschalten, um Schmuggel zu betreiben oder Sanktionen zu umgehen. Die Technologie von Quartermaster ist resistent gegen solche Manipulationen und zielt darauf ab, Millionen von Schiffen weltweit zu einem einzigen intelligenten Netzwerk zu verbinden.
Dieses Projekt stieß bei Investoren auf großes Interesse, und das Unternehmen sammelte 43 Millionen Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde ein. Die Runde wurde von den Risikokapitalfirmen First Round Capital und Quiet Capital angeführt. Bill Trenchard, Partner bei First Round, betonte, dass Quartermaster das Haupthindernis bei der Datenerfassung auf den Ozeanen – das Problem teurer Ausrüstung – gelöst habe und die Arbeitsweise von maritimen Betreibern grundlegend verändere.
Derzeit decken über 600 mit SmartMast ausgestattete Schiffe 10 Millionen Quadratmeilen Ozeanfläche ab. Das System wird nicht nur zur Erkennung anderer Schiffe und zur Gewährleistung der Sicherheit eingesetzt, sondern auch zur Datenerfassung für Unternehmen, die an maritimer Autonomie arbeiten. Bemerkenswert ist, dass mit Hilfe dieser Technologie bisher über 20 Rettungseinsätze auf See erfolgreich durchgeführt wurden.
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