Der libanesische Premierminister beschuldigt den Iran, den Krieg anzuführen

Die bewaffneten Konflikte im Nahen Osten haben eine neue, gefährlichere Phase erreicht. Die scharfen Äußerungen der libanesischen Regierung und die Angriffe der israelischen Armee auf strategische Infrastruktur haben die Lage in der Region an den Rand einer Eskalation gebracht. Zamin.uz analysiert das aufsehenerregende Interview des libanesischen Premierministers und die jüngsten Entwicklungen auf dem Schlachtfeld.
Der libanesische Premierminister Nawaf Salam enthüllte in einem Interview mit dem saudischen Fernsehsender Al Hadath, dass die Militäroperationen im Land direkt unter der Kontrolle der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) stehen. Laut dem Premierminister infiltrieren IRGC-Mitglieder den Libanon mit gefälschten Dokumenten und führen die Operationen der Hisbollah.
Weitere Anschuldigungen: Drohnen und Rache
Nawaf Salam erhob eine Reihe weiterer schwerwiegender Anschuldigungen:
- Angriff auf Zypern: Die Drohnenangriffe auf den britischen Stützpunkt in Akrotiri Anfang März wurden von den Revolutionsgarden (IRGC) verübt.
- Erzwungener Krieg: Laut dem Premierminister zwingt die Hisbollah das libanesische Volk in einen „Rachekrieg“ für den Tod von Ali Khamenei und stürzt das Land in einen verheerenden Konflikt.
- Verbot: Die libanesische Regierung hat den Revolutionsgarden bereits jegliche Operationen im Land untersagt und die Hisbollah zur Entwaffnung aufgefordert.
Israels „Brückentaktik“ und Sabotage
Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) verfolgen derzeit eine Strategie der „Erdbeben“ im Südlibanon. Auf Befehl des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz wurden alle wichtigen Brücken über den Litani zerstört.
- Das Ziel: die Nachschublinien der Hisbollah abzuschneiden und eine „Pufferzone“ an der Südgrenze zu errichten.
- Bodenoperation: Der israelische Generalstabschef Eyal Zamir genehmigte einen Plan zur weiteren Ausweitung der Offensive.
Menschliche Opfer und internationale Beziehungen
Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte Israels Vorgehen aufs Schärfste, während Human Rights Watch die Massenzerstörung von Häusern als „Kriegsverbrechen“ bezeichnete. Laut den neuesten Angaben hat die Zahl der Todesopfer im Libanon 1.000 überschritten. Die Tatsache, dass sich unter ihnen 120 Kinder und 80 Frauen befinden, verdeutlicht das tragische Ausmaß der Situation. Der Tod von 40 medizinischen Fachkräften verschärft die humanitäre Krise zusätzlich.
Liebe Leserinnen und Leser, glauben Sie, dass die libanesische Regierung dem Einfluss der Revolutionsgarden und der Hisbollah entkommen kann? Wird Israels Zerstörung der Infrastruktur über den Ausgang des Krieges entscheiden?
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