Krieg mit dem Iran lässt asiatische Aktienmärkte stürzen

Der Schatten der bewaffneten Konflikte im Nahen Osten wird für die globale Wirtschaft immer dunkler. Die scharfen Drohungen zwischen Washington und Teheran haben die weltweiten Finanzmärkte erschüttert. Zamin.uz analysiert die Lage auf den asiatischen Märkten, die vor einer Energiekrise stehen, sowie die gefährlichen Spiele rund um die Straße von Hormus.
Am Montag wurde an den größten asiatischen Börsen ein starker Rückgang verzeichnet. Grund dafür war, dass der Konflikt zwischen den USA und dem Iran in eine neue und gefährliche Phase eingetreten ist. Während der militärische Konflikt mit dem Iran in die vierte Woche geht, wächst die Sorge unter den Investoren.
"Schwarzer Montag" an den Börsen
Die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren der Region entwickelten sich wie folgt:
- Japan: Der Nikkei 225-Index stürzte um 3,6 Prozent.
- Südkorea: Der Kospi-Index verzeichnete Verluste von fast 6 Prozent.
- Hongkong und China: Der Hang Seng fiel um 3,5 Prozent, die Börse Shanghai um 2,5 Prozent.
Straße von Hormus: Die "Engstelle" der Weltwirtschaft
US-Präsident Donald Trump stellte dem Iran ein hartes Ultimatum: Falls die strategisch wichtige Wasserstraße – die Straße von Hormus – nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig geöffnet wird, werden große iranische Kraftwerke zerstört. Als Antwort kündigte Teheran an, alle Energie- und Entsalzungsanlagen in der Region ins Visier zu nehmen.
Für Länder wie Japan und Südkorea ist dies ein wahrer "Albtraum". Denn ihre Energiesicherheit hängt direkt von der Öl- und Gasversorgung ab, die durch diese Meerenge fließt. Zum Vergleich: Fast 20 Prozent der weltweiten Energieressourcen werden über diese Wasserstraße transportiert.
Am Rande der schwersten Energiekrise
Der Direktor der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, verglich die aktuelle Situation mit der Ölkrise der 1970er Jahre und den Ereignissen von 2022. Seiner Meinung nach ähnelt die derzeitige Lage einer Kombination aus zwei Ölkrisen und einem Gaskollaps.
Aktuelle Marktpreise:
- Brent-Rohöl: stieg auf 112,69 Dollar pro Barrel.
- WTI-Rohöl: notiert um 98,93 Dollar.
Die Eskalation des Konflikts könnte nicht nur zu steigenden Preisen, sondern auch zu einem weltweiten Treibstoffmangel führen. Raketenangriffe auf die israelischen Städte Dimona und Arad verkomplizieren die Lage zusätzlich.
Liebe Leser, glauben Sie, dass Trumps Ultimatum den Iran zum Rückzug zwingen kann? Ist die Welt auf eine neue und schreckliche Energiekrise vorbereitet?
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