Der türkische Präsident rief die arabischen Länder zum Verzicht auf

Die Türkei hat intensive diplomatische Kontakte mit arabischen Ländern aufgenommen, die von iranischen Angriffen getroffen wurden, und sie aufgefordert, sich nicht in eine direkte militärische Beteiligung an der wachsenden Krise im Nahen Osten hineinziehen zu lassen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Quellen im türkischen Außenministerium. Ankara soll seine Kanäle sowohl nach Teheran als auch zu mehreren arabischen Hauptstädten nutzen, um zu verhindern, dass sich die Konfrontation zu einem größeren regionalen Krieg ausweitet.
Türkische Vertreter befürchten Berichten zufolge, dass der Konflikt weit über seinen derzeitigen Rahmen hinaus eskalieren und die Sicherheit in der gesamten Region untergraben könnte, falls arabische Staaten zu aktiven Teilnehmern an Kampfhandlungen werden. Da die Türkei Arbeitsbeziehungen zum Iran unterhält und zugleich enge politische und wirtschaftliche Verbindungen zu mehreren arabischen Regierungen bewahrt, gilt sie als einer der wenigen Akteure, die in einem so sensiblen Moment mit allen Seiten kommunizieren können.
Zu den Ländern, die die Türkei Berichten zufolge zur Zurückhaltung bewegen will, gehören die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. Beide Regierungen haben wiederholt signalisiert, dass sie bereit sind, ihr Territorium zu verteidigen, zugleich aber auch klargemacht, dass sie keine Intensivierung des Konflikts über ihre Grenzen hinaus sehen wollen. Ihre Sorge ist nicht nur militärischer, sondern auch wirtschaftlicher Natur: Eine direkte Beteiligung an Maßnahmen gegen den Iran könnte kritische Energieinfrastruktur erneuten Angriffen aussetzen.
Dem Bericht zufolge sind Riad und Abu Dhabi besonders besorgt, dass eine Eskalation Öl- und Gasanlagen, Häfen und andere strategische Vermögenswerte gefährden könnte. Für Ankara besteht das zentrale Ziel darin, zu verhindern, dass sich die Krise zu einem offenen Krieg zwischen dem Iran und den arabischen Monarchien entwickelt — ein Szenario, das Handelsrouten, Energiemärkte und politische Gleichgewichte im gesamten Nahen Osten destabilisieren könnte.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor zur Deeskalation aufgerufen und versucht, Gespräche zwischen den gegnerischen Seiten zu vermitteln. In den vergangenen Wochen wurden die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Bahrain Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe auf wichtige Infrastruktur, darunter Öl- und Gasfelder sowie Hafenanlagen. Die aktuelle Diplomatie der Türkei scheint darauf abzuzielen, sicherzustellen, dass diese Angriffe keine wesentlich größere Konfrontation mit Folgen für die gesamte Region auslösen.
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