Die NATO-Verbündeten erhöhten die Verteidigungsausgaben

Die europäischen NATO-Verbündeten und Kanada erhöhten ihre Verteidigungsausgaben im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 19,6 %, wie aus dem Jahresbericht des Bündnisses hervorgeht, den Generalsekretär Mark Rutte am 26. März veröffentlichte. Trotz des starken Anstiegs blieben ihre gemeinsamen Militärausgaben weiterhin unter denen der Vereinigten Staaten. Darüber berichtet Dw.com.
Dem Bericht zufolge gaben alle 32 NATO-Mitglieder im Jahr 2025 mindestens 2 % ihres BIP für Verteidigung aus und erreichten damit einen wichtigen Richtwert des Bündnisses. Sieben Länder — Polen, Litauen, Lettland, Estland, Dänemark, Norwegen und die Vereinigten Staaten — lagen über 3 % des BIP. Polen, Litauen und Lettland gaben jeweils mehr als 3,5 % aus, ein Niveau, das die NATO-Mitglieder bis 2035 gemeinsam erreichen sollen.
Deutschland gab 2025 2,39 % seines BIP für Verteidigung aus. In absoluten Zahlen lag Berlin damit nur hinter Washington. Von den 1,63 Billionen Dollar, die die NATO im vergangenen Jahr ausgab, entfielen 980 Milliarden Dollar auf die Vereinigten Staaten, während Deutschland mehr als 120 Milliarden Dollar beitrug. Die gemeinsamen Ausgaben aller übrigen Verbündeten erreichten mit 574 Milliarden Dollar einen Rekordwert.
Im Juni 2025 einigten sich die NATO-Mitglieder darauf, die gesamten sicherheitsbezogenen Ausgaben bis 2035 auf 5 % des BIP anzuheben. Nach diesem Plan würden 3,5 % in zentrale Verteidigungsbedürfnisse fließen, während weitere 1,5 % zur Finanzierung von Terrorismusbekämpfung und Infrastruktur dienen würden, die militärische Operationen unterstützen könnte. Analysten sagen, dass die europäischen NATO-Länder ihre direkten Verteidigungsinvestitionen bis 2035 möglicherweise auf fast 2,2 Billionen Euro erhöhen müssen, um die Wiederaufrüstungsziele zu erreichen und eine mögliche Verringerung der US-Militärlieferungen auszugleichen.
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