Russische Duma will Putin Angriffe auf beliebige Staaten ermöglichen

Die Staatsduma Russlands hat in erster Lesung einen neuen Gesetzentwurf zur Erweiterung der Befugnisse des Präsidenten der Russischen Föderation angenommen. Die Diskussionen um das Dokument erregen in politischen Kreisen große Aufmerksamkeit.
Dem Gesetzentwurf zufolge wird vorgeschlagen, dem Präsidenten die Befugnis zu geben, Truppen in Staaten einzuführen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, die als Länder eingestuft werden, in denen „Druck auf russische Staatsbürger ausgeübt wird“.
In der Erläuterung heißt es, dass solche Maßnahmen dazu dienen sollen, russische Staatsbürger zu schützen, wenn sie aufgrund von Gerichtsurteilen ausländischer Staaten inhaftiert, festgehalten oder anderen Formen strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt sind.
Dies berichtete die Nachrichtenagentur Interfax. In dem Dokument wird zudem betont, dass der Schutz russischer Bürger und Organisationen in solchen Situationen eine der vorrangigen Aufgaben des Staates sei.
Andrei Kartapolov, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, unterstützte den Gesetzentwurf und erklärte, dass die vorgeschlagenen Normen dem Schutz der Rechte und Interessen russischer Bürger dienen würden. Seiner Meinung nach könnten solche Maßnahmen im Kampf gegen den äußeren Druck und die Russophobie von großer Bedeutung sein.
Gemäß dem geltenden Bundesgesetz „Über die Sicherheit“ kann der Präsident notwendige Maßnahmen zum Schutz des Landes und seiner Bürger ergreifen, wenn ausländische oder internationale Strukturen Entscheidungen treffen, die den russischen Interessen widersprechen.
Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit im Diskussionsstadium und wird in den nächsten Lesungen voraussichtlich noch ausführlicher geprüft.
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