Rekordfreigabe von Ölreserven wegen Iran-Konflikt geplant

Die Internationale Energieagentur hat eine historische Entscheidung zur Freigabe von 400 Millionen Barrel Rohöl aus nationalen Notfallreserven bekannt gegeben. Dieser Schritt der 32 Mitgliedsstaaten ist eine Reaktion auf den anhaltenden Konflikt im Iran und den daraus resultierenden Anstieg der weltweiten Energiepreise. Darüber berichtet Tengrinews.kz.
Nach einem außerordentlichen Treffen in Paris am 11. März erklärte der IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol, dass die aktuellen Herausforderungen auf dem Ölmarkt beispiellos seien. Er betonte, dass globale Störungen eine einheitliche globale Antwort erfordern, um die Marktstabilität zu gewährleisten.
Die Entscheidung zielt darauf ab, die Märkte zu beruhigen, die stark von der Blockade der Straße von Hormus betroffen sind, einer kritischen Route für etwa 20 Prozent des weltweiten Ölhandels. Kürzlich überschritten die Ölpreise zum ersten Mal seit 2022 die 100-Dollar-Marke. Um den Druck auf den Weltmarkt weiter zu verringern, haben die Vereinigten Staaten Indien eine vorübergehende Erlaubnis zum Kauf von russischem Öl erteilt.
Die IEA-Mitgliedsstaaten, einschließlich der G7-Länder, halten derzeit über 1,2 Milliarden Barrel an strategischen Reserven sowie 600 Millionen Barrel an Industriebeständen. Seit der Gründung der Agentur im Jahr 1974 wurden Notfall-Ölreserven zuvor erst fünfmal genutzt, was dies zur größten koordinierten Freigabe in ihrer Geschichte macht.
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