10 % des Bitcoin-Bestands anfällig für Quantencomputer

Laut Daten der Analyseplattform Glassnode bleiben fast 10 % des gesamten Bitcoin-Bestands vor dem Hintergrund der Entwicklung der Quantencomputertechnologie "systemisch gefährdet". Die Münzen in dieser Gruppe, die etwa 1,92 Millionen BTC umfassen, legen aufgrund ihrer technischen Struktur öffentliche Schlüssel (Public Keys) offen, was den Weg für zukünftige Quantenangriffe ebnen könnte. Dies berichtet Cointelegraph.com .
Der Großteil der gefährdeten Vermögenswerte besteht aus Pay-to-Public-Key (P2PK)-Transaktionen aus der Ära von Satoshi Nakamoto, alten Multi-Signatur-Strukturen (P2MS) und modernen Pay-to-Taproot (P2TR)-Adressen. Insbesondere die 1,1 Millionen Münzen, die dem Bitcoin-Schöpfer Satoshi Nakamoto gehören (5,5 % des Gesamtbestands), gelten als der schwächste Punkt. Zudem fallen etwa 200.000 Münzen in Taproot-Adressen in diese Risikogruppe.
Experten betonen, dass zur Lösung dieses Problems die Einführung neuer quantenresistenter Standards wie BIP-360 im Bitcoin-Netzwerk erforderlich ist. Derzeit gelten 69,8 % des Gesamtbestands (13,99 Millionen BTC) als frei von Quantenbedrohungen. Weitere 4,12 Millionen BTC sind jedoch aufgrund von fehlerhaftem Adressmanagement oder der Wiederverwendung von Schlüsseln durch Nutzer "betrieblich gefährdet".
Betrachtet man die Unternehmen, so könnten 100 % der Bitcoin-Vermögenswerte von Franklin Templeton, WisdomTree und Robinhood sowie 85 % der Gelder an der Börse Binance einem Quantenrisiko ausgesetzt sein. Im Gegensatz dazu liegt dieser Wert bei der Börse Coinbase bei nur 5 % und beim Fidelity-Fonds bei 2 %. Einem Bericht von Ark Invest zufolge benötigen Quantencomputer Millionen logischer Qubits, um einen solchen Angriff durchzuführen.
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!