Toyota-Werke überlastet: Unternehmen importiert erstmals Autos aus Taiwan für Japan

Toyota beginnt mit der Produktion wichtiger Pkw für den japanischen Inlandsmarkt in Taiwan. Hierfür wird dort eine spezielle Fertigungslinie eingerichtet, wobei der Export der Fertigprodukte nach Japan ab Oktober dieses Jahres aufgenommen werden soll. Dies ist das erste Mal in der Geschichte von Toyota, dass das Unternehmen für seine Kernmodelle eine Fertigungslinie im Ausland eröffnet, um diese wieder nach Japan zu reimportieren. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Bei den neuen Modellen, die in Taiwan produziert werden, handelt es sich um die eng verwandten Minivans Noah und Voxy. Jedes dieser Modelle verkauft sich in Japan jährlich zwischen 70.000 und 80.000 Mal und zählt zu den meistverkauften Fahrzeugen der Marke. Derzeit ist die Nachfrage nach diesen Autos extrem hoch, die Lieferzeiten überschreiten teilweise ein Jahr, und es kam sogar zu Stornierungen von Bestellungen.
Das Toyota-Management plant, durch neue Investitionen und die Modernisierung bestehender Anlagen in einem Joint Venture im Norden Taiwans jährlich 100.000 Fahrzeuge zu produzieren. Dieses Volumen entspricht fast 70 Prozent des Gesamtabsatzes der Modelle Noah und Voxy in Japan. Gleichzeitig werden die Werke in Japan selbst weiterhin unter Volllast arbeiten.
Der Präsident des Unternehmens bezeichnete die aktuellen Lieferverzögerungen als "abnormale und kritische Situation". Er ist der Ansicht, dass lange Wartezeiten dazu führen könnten, dass Kunden zu anderen Automobilherstellern abwandern. Toyota hält derzeit über 50 Prozent des japanischen Pkw-Marktes und strebt an, bis 2025 im Inland 3,27 Millionen Fahrzeuge zu produzieren.
Zur Erinnerung: Honda war zuvor die erste japanische Marke, die Elektrofahrzeuge aus dem Ausland nach Japan reimportierte. Toyota hofft, durch diese Strategie ebenfalls die Engpässe auf dem Inlandsmarkt zu lindern.
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