Trump kehrt ohne die erwarteten Ergebnisse von China-Reise zurück

Der dreitägige Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China war nicht so effektiv wie erhofft. Trotz der Verhandlungen und Treffen in Peking wurden weder in Handelsfragen noch bei komplexen geopolitischen Themen im Zusammenhang mit dem Iran nennenswerte Fortschritte erzielt.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters konzentrierte sich Trump während des Besuchs hauptsächlich auf kurzfristige wirtschaftliche Vorteile. Insbesondere wurden Vereinbarungen über den Verkauf von Boeing-Flugzeugen an China erwähnt. Solche Geschäfte wurden jedoch von Investoren und Experten nicht als großer strategischer Erfolg gewertet, da sie nicht zur Lösung langfristiger Handelsungleichgewichte beitragen.
Der chinesische Staatschef Xi Jinping verfolgte bei den Gesprächen einen völlig anderen Ansatz. Er betonte, wie wichtig es sei, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern langfristig stabil zu halten. Gleichzeitig verwendete er einen neuen Begriff: „konstruktive strategische Stabilität“. Dieser Begriff unterscheidet sich grundlegend von „strategischem Wettbewerb“, einem Ausdruck, der zuvor von Joe Biden verwendet und von Peking kühl aufgenommen wurde.
Analysten zufolge war es genau dieser Unterschied in den Ansätzen, der das Erreichen ernsthafter Vereinbarungen zwischen den Parteien verhinderte. Während Washington auf schnelle wirtschaftliche Gewinne abzielte, priorisierte Peking die langfristige Stabilität.
Zur Erinnerung: Trump stattete China am 13. Mai einen offiziellen Besuch ab. Es war seine erste Reise dorthin seit neun Jahren. Während des Besuchs führte er Gespräche mit Xi Jinping, nahm an einem Staatsbankett teil und lobte die Treffen. Er erklärte sogar gegenüber der Presse, dass „fantastische Handelsabkommen“ geschlossen worden seien.
Dennoch betrachten unabhängige Beobachter diese Aussagen mit Vorsicht. Ihrer Meinung nach sind echte Ergebnisse noch nicht sichtbar, und die getroffenen Vereinbarungen haben weitgehend deklarativen Charakter.
Interessanterweise lud Trump zum Abschluss des Besuchs Xi Jinping in die USA ein und äußerte die Absicht, ihn „auf seinem eigenen Boden zu schlagen“. Der chinesische Staatschef nahm die Einladung an. Nun beobachten Experten, ob dieses Treffen tatsächlich ein bedeutender Wendepunkt wird oder nur auf symbolischer Ebene bleibt.
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