Mondseismologie: Neue Geräte zur Sicherung von NASA-Basen

Wissenschaftler des Lunar and Planetary Laboratory (LPL) der University of Arizona haben spezielle Ausrüstung für zukünftige Mondbasen entwickelt. Die neuen Seismometer, die im Rahmen der LEMS-Mission (Lunar Environment Monitoring Station) der NASA entstanden sind, sollen die seismische Aktivität des Mondes mindestens zwei Jahre lang kontinuierlich überwachen. Diese Daten sind für Ingenieure, die Wohnmodule und Infrastruktur entwerfen, von entscheidender Bedeutung, da sie bei der Bewertung des Risikos von „Mondbeben“ helfen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Technologieunternehmen Silicon Audio Inc. durchgeführt. Die größte Herausforderung für die Entwickler bestand darin, Erdtechnologien an die extrem raue Umgebung des Mondes anzupassen. LPL-Vertreterin Daniella Mendoza DellaGiustina betonte, dass zwei Jahre für die Neugestaltung und Erprobung der Geräte aufgewendet wurden. Die Wissenschaftler mussten die empfindliche Elektronik nicht nur vor den Belastungen beim Start, sondern auch vor den extrem niedrigen Temperaturen am Südpol des Mondes schützen, wo die Landung der Artemis-Mission geplant ist.
LEMS-Seismometer ermöglichen die Untersuchung des Mondinneren durch Vibrationen, die durch Meteoriteneinschläge und interne tektonische Prozesse verursacht werden. Im Gegensatz zu den Geräten aus der Apollo-Ära sind die neuen Sensoren an extreme Bedingungen angepasst, die auf der Erde nicht vorkommen. Obwohl sich der Einsatzort der Geräte je nach Architektur des Artemis-Programms ändern kann, sind die Instrumente bereits für den Weltraumflug bereit.
Dieses Projekt verändert den Ansatz der Menschheit bei der Erforschung des Weltraums: Die NASA stellt von kurzfristigen Besuchen auf eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond um. Eine genaue Bewertung des seismischen Risikos garantiert, dass zukünftige Mondstädte nicht durch Erdrutsche in geologisch stabilen Gebieten zerstört werden.
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