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Zuhörer bevorzugen von Künstlicher Intelligenz erzeugte Musik gegenüber menschlichen Kompositionen

Zuhörer bevorzugen von KI erzeugte Musik, solange sie nichts über deren Herkunft wissen

Die Entwicklung generativer Modelle wie Google MusicLM stellt eine Bedrohung für die traditionelle Musikindustrie dar. Eine neue Studie hat gezeigt, dass moderne Zuhörer von künstlicher Intelligenz (KI) erzeugte Musik kaum von menschlicher unterscheiden können und sie häufig sogar besser bewerten.

Dies berichtet Ixbt.com unter Berufung auf entsprechende Ergebnisse.

Sobald jedoch der tatsächliche Urheber des Werkes bekannt wird, schwindet diese positive Wahrnehmung. Die Forscher führten eine Reihe von Experimenten durch, um die Einstellung der Verbraucher zu Produkten der Kulturindustrie zu untersuchen.

In einem Blindtest wurde festgestellt, dass KI-generierte Titel – insbesondere in den Genres Pop und elektronische Musik – als qualitativ hochwertiger wahrgenommen werden.

Die Situation ändert sich, sobald der Hinweis „von künstlicher Intelligenz erstellt“ erscheint: In diesem Fall sinken sowohl der Wunsch, den Titel erneut anzuhören, als auch die Bereitschaft, dafür zu bezahlen. Besonders Liebhaber von Popmusik reagieren darauf empfindlich.

Das Problem hat zudem eine tiefgreifende wirtschaftliche Dimension. Streaming-Giganten wie Spotify und Amazon Music verteilen ihre Einnahmen basierend auf Marktanteilen.

Das Aufkommen frei zugänglicher Tools wie MusicLM oder Suno ermöglicht es auch Laien, Plattformen mit einer riesigen Menge an Inhalten zu fluten. Für den Algorithmus gibt es keinen Unterschied zwischen einem Lied, das eine Million Mal angehört wurde, und einer Million Liedern, die jeweils einmal angehört wurden.

Dies führt dazu, dass Gelder aus dem allgemeinen Lizenzgebührenfonds, die zuvor ausschließlich professionellen Künstlern zugutekamen, verwässert werden.

Experten haben vier zentrale Schlussfolgerungen für die Branche gezogen: KI ist in der Lage, qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen, die beim Massenpublikum Anklang finden; die Markteintrittsbarrieren sinken, was zu einer Entwertung musikalischer Fähigkeiten und zum Abbau von Arbeitsplätzen führt; das Gesamtvolumen des Marktes könnte schrumpfen, da Nutzer Inhalte ohne menschliche Beteiligung weniger wertschätzen; Transparenz und eine verpflichtende Kennzeichnung werden zu entscheidenden Faktoren.

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