Europa plant Internet-Backbones über den Nordpol zu führen

Die Europäische Union prüft die Möglichkeit, neue Unterseekabel durch die Arktis zu verlegen, um die Internetverbindung zwischen Asien und Europa sicherer zu machen. Derzeit verlaufen fast 90 Prozent des globalen Datenverkehrs durch den Nahen Osten und das Rote Meer, was aufgrund der geopolitischen Instabilität in der Region erhebliche Risiken birgt. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Wie The Verge berichtet, heißt eines der diskutierten Projekte Polar Connect. Es zielt darauf ab, einen direkten Datenübertragungskanal von Skandinavien nach Asien über den Nordpol zu schaffen. Als Alternative wird auch die Nordwestpassage nahe der kanadischen Küste in Betracht gezogen.
Die Notwendigkeit, auf neue Routen umzusteigen, hängt mit den häufigen Vorfällen im Roten Meer zusammen. Insbesondere Huthi-Angriffe und Schiffsanker, die Kabel beschädigen, führen zu langfristigen Internetausfällen. Die Behebung solcher Störungen erfordert komplexe internationale Vereinbarungen und dauert Monate.
Bei der Umsetzung des Arktis-Projekts gibt es auch technische Herausforderungen. Gletscher und Eisberge stellen eine ständige Gefahr für Unterseekabel dar, und es mangelt an spezialisierten Eisbrechern, um Reparaturen unter solch extremen Bedingungen durchzuführen. Frühere Ausfälle beim Projekt Quintillion haben gezeigt, wie schwierig es ist, in dieser Region zu arbeiten.
Dennoch betrachtet die Europäische Union diese Infrastruktur als strategische Ausweichroute. Experten gehen davon aus, dass die neuen Kommunikationsleitungen bis etwa 2030 in Betrieb genommen werden können.
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