Wissenschaftler entdecken Spuren von Dunkler Materie bei Verschmelzung von Schwarzen Löchern

Dunkle Materie bleibt eines der größten Rätsel der modernen Wissenschaft. Astronomen schätzen, dass sie den Großteil der Masse des Universums ausmacht, aber da sie nicht mit elektromagnetischer Strahlung interagiert, ist eine direkte Beobachtung unmöglich. Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben versucht, diese mysteriöse Substanz durch Gravitationswellen nachzuweisen, die bei der Verschmelzung von Schwarzen Löchern entstehen. Dies berichtet Ixbt.com .
Physiker stellten die Hypothese auf, dass, wenn Schwarze Löcher innerhalb einer Wolke aus Dunkler Materie verschmelzen, diese Umgebung das Muster der Gravitationswellen verändern sollte. Sie analysierten 28 Gravitationssignale, die von LIGO-Virgo-KAGRA (LVK)-Detektoren erfasst wurden, und stellten bei den Ereignissen GW190728 und GW190814 Abweichungen vom Standard-Vakuummodell fest. Insbesondere das Signal GW190728 könnte der bisher deutlichste theoretische Beweis für den Einfluss Dunkler Materie sein.
Die Forscher zögern noch, diese Ergebnisse als endgültige Entdeckung von Dunkler Materie zu bezeichnen. Diese Methode könnte jedoch eine neue Ära bei der Erschließung der Geheimnisse der fundamentalen Physik einläuten, indem Schwarze Löcher als natürliche Gravitationsinterferometer genutzt werden. Zukünftige Beobachtungen werden helfen, die Natur dieser Anomalien genauer zu untersuchen.
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