Colossal stellt Strategie um: Fokus auf Rettung lebender Arten statt Wiederbelebung ausgestorbener Tiere

Das in Dallas ansässige Biotech-Startup Colossal ändert seine wissenschaftliche Strategie. Das Unternehmen, bekannt für Projekte zur "Auferstehung" von Mammuts und urzeitlichen Räubern, richtet seinen Fokus nun auf die Erhaltung bestehender Arten. Darüber berichtet Ixbt.com.
Zuvor hatte das Unternehmen Projekte zur Wiederherstellung des Wollhaar-Mammuts und des Tasmanischen Tigers gestartet. Die 2025 vorgestellten "Wölfe" wurden jedoch von der Wissenschaftsgemeinschaft kritisiert.
Experten bewerteten dies als Schaffung neuer Hybridorganismen statt einer Artenwiederherstellung.
Ein im April angekündigtes neues Projekt zielt auf die Wiederherstellung einer Unterart der südafrikanischen Antilope ab, die in den 1800er Jahren ausgestorben ist. Colossal-CEO Ben Lamm betont, dass die entwickelten Technologien zum Schutz moderner Arten eingesetzt werden können.
Das Unternehmen legt besonderes Augenmerk auf reproduktive Biotechnologie-Methoden, insbesondere auf die Technik der Entnahme von Eizellen aus lebenden Tieren mittels Ultraschall. Diese Methode soll Zuchtprogramme für seltene Arten in Gefangenschaft erheblich erleichtern.
Darüber hinaus treibt Colossal eine globale Biobanking-Initiative zur systematischen Lagerung von genetischem Material seltener und gefährdeter Arten voran. Dies soll künftigen Biologen-Generationen ermöglichen, die genetische Vielfalt auch dann zu bewahren, wenn Wildpopulationen verschwinden.
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