Welchen Rang nimmt Usbekistan im internationalen Terrorismus-Ranking ein

Die Staaten Zentralasiens gehören zu den Ländern mit dem geringsten Einfluss des Terrorismus weltweit. Dennoch wird im Bericht darauf hingewiesen, dass externe Faktoren, insbesondere die Nähe zu Afghanistan, die Stabilität der Region zunehmend beeinflussen. Dies geht aus dem Bericht „Global Terrorism Index 2026“ hervor.
Die Indikatoren der Länder basieren auf vier Hauptkennzahlen: Anzahl der Angriffe, Todesfälle, Verletzte und Geiseln. Zur Bewertung des Terrorismuseinflusses werden Fünfjahresdurchschnitte herangezogen. Die Hauptherde terroristischer Aktivitäten befinden sich weiterhin in Afrika und Südasien. Obwohl das allgemeine Terrorismusniveau weltweit 2025 gesunken ist, hat sich die Natur der Bedrohungen verkompliziert und ist schwerer vorherzusagen.
Laut dem Bericht wurden in Kasachstan, Kirgisistan und Turkmenistan keine Terrorvorfälle registriert. Diese Länder belegten mit 0 Punkten den letzten Platz (163.) unter den 163 untersuchten Ländern. Usbekistan hingegen belegte Platz 95 und bleibt in der Kategorie des minimalen Risikos. Nur Tadschikistan weist in der Region ein höheres Risiko auf und liegt im globalen Ranking auf Platz 41.
Die relative Stabilität in Zentralasien wird durch mehrere Faktoren erklärt, darunter strenge Sicherheitsmaßnahmen, das Fehlen aktiver bewaffneter Konflikte und die begrenzte Präsenz internationaler Terrororganisationen.
Trotz innerer Stabilität gehen die Gefahren in der Region zunehmend von externen Einflüssen aus. Der Bericht betont, dass die Aktivitäten extremistischer Gruppen in Afghanistan und Pakistan zugenommen haben, sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verschlechtert haben und dies bis 2026 zu einem offenen Konflikt führen könnte. Besonders besorgniserregend ist die Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan, wo Schwachstellen bestehen bleiben.
Neben dem externen Druck konzentrieren sich Experten auch auf die interne Dynamik. Die Radikalisierung unter Jugendlichen beschleunigt sich, wobei digitale Plattformen und Online-Inhalte dabei eine wichtige Rolle spielen.
Im Ranking belegt Pakistan den ersten Platz, gefolgt von Burkina Faso und Niger. Die vierten und fünften Plätze nehmen Nigeria und Mali ein.
Laut Daten des Global Terrorism Index wurden 2025 die meisten Opfer in Afrika verzeichnet. Die ersten drei Plätze belegte Burkina Faso, wo durch Terrorangriffe mehr als 300 Menschen ums Leben kamen.
Auf dem vierten Platz wurde Niger und auf dem fünften Platz die Demokratische Republik Kongo registriert. 2025 fanden weltweit mehr als 2.900 Terroranschläge statt, bei denen 5.500 Menschen ums Leben kamen.
Obwohl die Bedrohung durch den Terrorismus besteht, hat sich die Gesamtlage verbessert: Die Zahl der Todesopfer sank um 28 Prozent, die Anzahl der Angriffe um 22 Prozent. In 81 Ländern wurden positive Veränderungen verzeichnet, während sich die Lage in 19 Ländern verschlechterte.
Der Raum südlich der Sahara bleibt das Hauptzentrum terroristischer Aktivitäten, doch es sind Anzeichen von Stabilität erkennbar. In zehn Ländern der Region sank die Zahl der Opfer, in vier Ländern stieg sie jedoch.
Die IS ist die terroristische Organisation, die für die meisten Todesfälle verantwortlich ist; sie war 2025 in 15 Ländern aktiv. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr, als sie in 22 Ländern aktiv war, eine signifikante Abnahme dar.