In Finnland nahm ein Mann wegen des Todes seiner Katze Krankenschein

In Finnland erhielt ein Mann aufgrund des Todes seiner Katze eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Darüber berichtete Bild. Der Vorfall brachte viele zum Nachdenken: Einige betrachten eine solche Situation als natürliche Trauer (psychische Belastung), andere sind der Meinung, dass Arbeitsdisziplin an erster Stelle stehen sollte.
Da der Arbeitgeber den Tod der Katze nicht als entschuldbaren Grund ansah, gelangte der Fall vor Gericht. Die Katze litt an einer schweren Krankheit, weshalb eine Euthanasie notwendig war. Der Mann legte seiner Werkstatt einen Krankenschein sowie sogar eine ärztliche Bescheinigung vor. Der Arbeitgeber lehnte die Annahme der Dokumente jedoch ab und hielt sie nicht für einen ausreichenden Grund (einen ernsthaften Anlass).
Der Vorgesetzte stellte ihn vor die Wahl, entweder zur Arbeit zurückzukehren oder zu kündigen. Aus Angst kehrte der Mann zur Arbeit zurück, wurde jedoch schließlich wegen „unentschuldigten Fernbleibens von der Arbeit“ entlassen. Daraufhin wandte sich der Katzenbesitzer an das Bezirksgericht der Stadt Tampere. Die Richter entschieden zugunsten des Klägers und erkannten seine Lage als berechtigt an.
Der ehemalige Arbeitgeber wurde verpflichtet, mehr als 40.000 Euro zu zahlen. Dieser Betrag umfasst eine Entschädigung, Zahlungen für die Krankheitszeit sowie Gerichtskosten. Der Mann selbst konnte dieses Geld jedoch nicht mehr nutzen, da er vor der Verkündung des Urteils verstarb. Infolgedessen entschied das Gericht, die 40.000 Euro in die Erbmasse aufzunehmen.
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