Zum ersten Mal in der Geschichte: Machtübergang in Bulgarien mit einer weiblichen Präsidentin

Zum ersten Mal in der bulgarischen Geschichte wurden die Befugnisse des Staatsoberhauptes an eine weibliche Politikerin übertragen. Am Freitag, den 23. Januar 2026, bestätigte das Verfassungsgericht offiziell den Rücktritt von Rumen Radev, woraufhin die präsidialen Befugnisse automatisch an Vizepräsidentin Iliyana Yotova übergingen. Dies wurde von podrobno.uz berichtet.Nachrichtenberichtet.
Laut Verfassung wird Yotova bis Januar 2027 als Staatsoberhaupt fungieren, wenn die aktuelle Amtszeit endet. Das Gericht genehmigte einstimmig die vorzeitige Beendigung von Radevs Befugnissen auf der Grundlage seines freiwilligen Antrags.
Radev, der seit 2017 Präsident ist und zuvor die bulgarische Luftwaffe kommandierte, wurde der erste Präsident der modernen demokratischen Ära, der freiwillig vor Ablauf seiner Amtszeit zurücktrat. Er erklärte seine Entscheidung mit dem Wunsch, aktiver am politischen Leben des Landes teilzunehmen und sich auf die erwarteten vorgezogenen Parlamentswahlen vorzubereiten.
Da die 61-jährige Iliyana Yotova die präsidialen Befugnisse übernimmt, muss sie den Eid nicht erneut ablegen: Sie tat dies, als sie 2022 ihre zweite Amtszeit als Vizepräsidentin begann.
In seiner Abschiedsrede drückte Radev volles Vertrauen in seine Nachfolgerin aus und beschrieb sie als 'würdige Nachfolgerin', die in der Lage sei, die Stabilität der Institutionen in einer politischen Krise zu gewährleisten.
Yotova verfügt über umfangreiche politische und internationale Erfahrung. Bevor sie der Präsidialverwaltung beitrat, begann sie im Fernsehjournalismus, leitete das Pressezentrum der Bulgarischen Sozialistischen Partei und war Abgeordnete sowohl im nationalen Parlament als auch im Europäischen Parlament. Während ihrer europäischen Amtszeit befasste sie sich mit Themen wie Terrorismusbekämpfung, Datenschutz und dem Beitritt Bulgariens zum Schengen-Raum.
In ihrer neuen Rolle wird Yotova Bulgarien auf internationaler Bühne vertreten und Konsultationen mit den Parlamentsfraktionen aufnehmen, um das Datum der achten Parlamentswahl in fünf Jahren festzulegen. Beobachter merken an, dass ihre Erfahrung mit europäischen Institutionen entscheidend für die Stabilisierung der inneren Lage sein könnte.
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