Der Kampf um iranisches Öl: Washingtons wahre Ziele im Nahen Osten…

Militäroperationen im Nahen Osten verändern nicht nur die Landkarte der Region, sondern auch die Zukunft des globalen Energiemarktes. Washingtons strategische Pläne für den Iran sind kein Geheimnis mehr. Zamin.uz analysiert die Entwicklungen anhand internationaler Publikationen und offizieller Stellungnahmen.
Die Vereinigten Staaten demonstrieren offen ihre Absicht, die Kontrolle über Irans riesige Ölreserven zu erlangen. Ein Interview von Jarrod Eigen, Direktor des National Energy Leadership Council, mit Fox Business hat viele zum Nachdenken angeregt. Laut Eigen handelt es sich nicht nur um einen Konflikt, sondern um ein „langfristiges Spiel“ um eine strategische Ressource.
„Dieses Spiel wird langwierig sein, denn wir wollen Irans riesige Ölreserven aus den Händen von Terroristen nehmen. Die kurzfristigen Herausforderungen werden von den langfristigen Vorteilen aufgewogen. Letztendlich müssen wir uns keine Sorgen mehr um die Straße von Hormus machen“, sagte Jarrod Eigen.
Das Venezuela-Szenario: Ein „erfolgreiches“ Beispiel?
Washington nutzt die Ereignisse in Venezuela als Beispiel, um seine Ziele zu erreichen. Die Militäroperation in Caracas am 3. Januar dieses Jahres und die Verhaftung von Nicolás Maduro scheinen den Vereinigten Staaten als Leitfaden gedient zu haben.
- Das Ergebnis: Nach dem Sturz der Maduro-Regierung konnte Chevron die Ölproduktion innerhalb kurzer Zeit steigern.
- Der Deal: Laut Trump stimmte die neue Übergangsregierung Venezuelas zu, den Vereinigten Staaten 30 bis 50 Millionen Barrel hochwertiges „schwarzes Gold“ zu liefern.
Die verborgenen Ziele der Militärkampagne
Die Bombardierung iranischer Städte, die am 28. Februar begann, wurde offiziell als „Abschreckung einer nuklearen Bedrohung“ bezeichnet. Die Aussagen von Politikern lassen jedoch erkennen, dass das wahre Ziel woanders liegt.
„Wenn das iranische Regime stürzt, werden die Vereinigten Staaten im neuen Nahen Osten viel Geld verdienen“, so Senator Lindsey Graham.
Sturm auf dem Energiemarkt: Die Beschränkungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus haben der Weltwirtschaft einen schweren Schlag versetzt. Aktuell:
- 20 Prozent des weltweiten Erdöls und 30 Prozent des Flüssiggases passieren diese Meerenge.
- Die Ölpreise haben erstmals seit 2022 die Marke von 100 US-Dollar überschritten.
- Analysten des Wall Street Journal warnen vor einem möglichen Anstieg auf 215 US-Dollar.
Der US-israelische „Ölstreit“
Obwohl die beiden Verbündeten im Kampf gegen den Iran an einem Strang ziehen, gab es taktische Meinungsverschiedenheiten. Die israelischen Angriffe auf iranische Ölanlagen am 7. März stießen im Weißen Haus auf Ablehnung. Der Grund ist einfach: Die Regierung von Donald Trump will die iranische Ölinfrastruktur nicht zerstören, sondern sie sichern und künftig unter ihrer Kontrolle nutzen. Wie Axios schreibt: „Der Präsident ist kein Freund davon, Öl zu verbrennen, sondern es zu erhalten.“
Wie wird sich dieser Energiekrieg im Nahen Osten Ihrer Meinung nach auf die Weltwirtschaft auswirken? Inwieweit wird sich der Anstieg der Ölpreise auf dem usbekischen Markt bemerkbar machen?
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