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Die USA haben das Embargo gegen iranisches Öl vorübergehend aufgehoben

Die USA haben das Embargo gegen iranisches Öl vorübergehend aufgehoben

Der globale Energiemarkt befindet sich aufgrund der heftigen militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und der Blockade der Straße von Hormus in einer schwierigen Lage. Vor dem Hintergrund eines Rekordanstiegs der Ölpreise hat das Weiße Haus einen unerwarteten und umstrittenen Schritt unternommen. Zamin.uz analysiert die neue strategische Entscheidung der USA in Bezug auf iranisches Öl und ihre Auswirkungen auf den Markt.

Am Freitag, dem 20. März, lockerte das US-Finanzministerium die Beschränkungen für den Handel mit iranischem Öl und Kraftstoffen für 30 Tage. Diese Entscheidung gilt nur für Ladungen, die das Land bereits verlassen haben und sich im Transit befinden; der Abschluss neuer Verträge bleibt weiterhin untersagt.

Scott Bessant: „Wir werden Teherans Waffen gegen sich selbst richten“

US-Finanzminister Scott Bessant begründete diese Entscheidung mit der Eindämmung der Verknappung auf dem Weltmarkt. Dem Plan zufolge sollen durch die Einfuhr von zusätzlich 140 Millionen Barrel Öl die Preise sinken, die aufgrund der Schließung der Straße von Hormus gestiegen sind.


  • Strategisches Ziel: Die USA wollen die Preise senken, indem sie iranisches Öl auf den Markt bringen und so Teherans Haupteinnahmequelle (ähnlich wie China, das billiges Öl bezieht) reduzieren.



  • Finanzblockade: Laut Bessant kann der Iran die Einnahmen aus diesen Verkäufen nicht nutzen, da ihm der Zugang zum internationalen Bankensystem verwehrt ist.


Bedenken von Experten: „Das ist völliger Unsinn“

Dieser Schritt Washingtons wurde von Experten und Politikern scharf kritisiert. Laut David Tannenbaum, Direktor von Blackstone Compliance Services, könnte diese Entscheidung dem iranischen Regime zusätzliche Möglichkeiten zur Finanzierung militärischer Operationen eröffnen.

Analysten bezweifeln, dass 140 Millionen Barrel Öl die Weltmarktpreise (derzeit 120 US-Dollar pro Barrel) grundlegend verändern können. Laut Rachel Ziemba, Vertreterin des Center for a New American Security, wird diese Maßnahme die Lage nicht wesentlich entspannen, sondern viele politische Fragen aufwerfen.

Teherans Antwort: „Es gibt keinen Ölüberschuss“

Die iranische Seite bezeichnete die US-Entscheidung als „falsche Hoffnung für die Käufer“. Laut Saman Ghoddousi, einem Vertreter des iranischen Ölministeriums, verfügt das Land derzeit über keine überschüssigen Rohstoffe mehr, die dringend auf den Markt gebracht werden könnten.

Globale Energiekrise und Sanktionskette

Erinnern wir uns: Letzte Woche wurde eine ähnliche vorübergehende Erleichterung für russisches Öl gewährt. Europäische Staats- und Regierungschefs haben dies scharf kritisiert und als Unterstützung des Putin-Regimes gewertet.

Die Lage im Nahen Osten ist derzeit äußerst prekär:


  • Die Straße von Hormus: Diese Meerenge, durch die 20 Prozent der weltweiten Ölexporte transportiert werden, ist nahezu lahmgelegt.



  • Islamische Revolutionsgarde: Sie drohen damit, die Seewege nicht zu öffnen, bis die Angriffe der USA und Israels aufhören.


Liebe Leserinnen und Leser, glauben Sie, dass dieses US-„Spiel“ um iranisches Öl die Benzin- und Kraftstoffpreise senken wird? Oder handelt es sich nur um ein kurzfristiges politisches Manöver?

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