Länder mit den größten Süßwasserreserven der Welt

Angesichts des rasanten Bevölkerungswachstums weltweit werden Süßwasserressourcen, die Quelle allen Lebens, zu einem strategischen Gut. Jüngste Berichte der Weltbank zeigen, dass die Wasserressourcen auf der Erde extrem ungleich verteilt sind.
Zamin.uz präsentiert interessante Informationen über die weltweiten Wasservorkommen und die drohende globale Wasserknappheit.
Brasilien ist derzeit der unangefochtene Spitzenreiter in Bezug auf Wasserressourcen. Das lateinamerikanische Land verfügt über 5.661 Milliarden Kubikmeter Süßwasser. Russland liegt mit 4.312 Milliarden Kubikmetern an zweiter Stelle. Zu den fünf Ländern mit den größten Wasservorkommen gehören außerdem Kanada, die USA und China.
Rangliste der wasserreichsten Länder:
Aufgrund ihres tropischen Klimas und ihrer ausgedehnten Flusssysteme weisen die folgenden Länder große Wasserreserven auf:
- Kanada und die Vereinigten Staaten: 2.850 bzw. 2.818 Milliarden Kubikmeter.
- China: 2.813 Milliarden Kubikmeter.
- Kolumbien und Indonesien: Über 2.000 Milliarden Kubikmeter Reserven.
- Peru und Indien: An zweiter Stelle.

Reichhaltige Reserven, aber auch Probleme
Interessanterweise kommt es selbst in den wasserreichsten Ländern zu lokalen Wasserknappheiten. Hauptgrund dafür ist die Entfernung der Wasserquellen von besiedelten Gebieten.
- Im Falle Brasiliens: Die größten Wasservorkommen befinden sich im Amazonasbecken, der Bedarf ist jedoch in Megastädten wie São Paulo am höchsten.
- Im Falle Russlands: Riesige Reserven konzentrieren sich in Sibirien, während der Großteil der Bevölkerung im europäischen Teil des Landes lebt.
2030: Die Bedrohung durch globalen Durst
Laut Experten der Weltbank wird der Wasserbedarf bis 2030 die verfügbaren Kapazitäten um 40 Prozent übersteigen, wenn der Verbrauch im aktuellen Tempo anhält. Gründe hierfür sind Bevölkerungswachstum, rasante Urbanisierung und der Klimawandel.
Wo liegt die Lösung?
Viele Regierungen konzentrieren sich derzeit auf die Steigerung der Wassereffizienz. Denn 70 Prozent des weltweiten Süßwassers werden für die Landwirtschaft verwendet. Daher sind effiziente Bewässerungssysteme, Meerwasserentsalzung und der Bau neuer Stauseen zu strategischen Aufgaben geworden.
Liebe Leserinnen und Leser, glauben Sie, dass Wasserknappheit in Zukunft zu Konflikten zwischen Staaten führen kann? Was tun Sie im Alltag, um Wasser zu sparen?
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