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Das Gehirn behält die Fähigkeit zur Sprachanalyse und zum Lernen auch unter tiefer Narkose

Das Gehirn behält die Fähigkeit zur Sprachanalyse und zum Lernen auch unter tiefer Narkose

Neurobiologen des Baylor College of Medicine und der Harvard University haben herausgefunden, dass das menschliche Gehirn auch unter tiefer Narkose die Fähigkeit zur hochgradigen Informationsverarbeitung und semantischen Analyse beibehält. Die Studie zeigte, dass der Hippocampus, der für die Gedächtnisbildung zuständig ist, auch während der Anästhesie weiterhin komplexe Daten unabhängig verarbeitet. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Während der Experimente wurde die Gehirnaktivität von sieben Patienten überwacht, die sich einer Epilepsie-Operation unterzogen. Die Neuronen der mit Propofol in tiefe Narkose versetzten Patienten erkannten nicht nur Veränderungen in Schallsignalen, sondern lernten durch Anpassung auch neue Informationen. Dieser Prozess erfolgt durch die dynamische Umstrukturierung von Neuronengruppen.

Eines der wichtigsten Ergebnisse ist, dass das Gehirn selbst im bewusstlosen Zustand Wortarten (Nomen, Verben, Adjektive) unterscheiden und auf die semantische Kategorie von Wörtern reagieren konnte. Das von den Forschern entwickelte RNN-Modell (recurrent neural network) bestätigte, dass diese Berechnungen unabhängig von der Großhirnrinde durch hemmende neuronale Verbindungen durchgeführt werden.

Diese Entdeckung verdeutlicht den Unterschied zwischen Bewusstsein und Informationsverarbeitung. Die Ergebnisse könnten neue Möglichkeiten für die Rehabilitation von Patienten nach Schlaganfällen oder Hirnverletzungen eröffnen, da sie die Stimulation kognitiver Funktionen auch im bewusstlosen Zustand ermöglicht.

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