Trump beleidigte den israelischen Präsidenten, weil dieser Netanjahu nicht begnadigt hatte

Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Weißen Haus und Tel Aviv sind unerwartet kühl geworden. Die scharfe Kritik des US-Präsidenten an der israelischen Führung hat international für Aufsehen gesorgt.
Zamin.uz beleuchtet die Details der Auseinandersetzung zwischen den beiden Staatschefs und den komplizierten Prozess gegen Benjamin Netanjahu.
US-Präsident Donald Trump hat sich scharf negativ über das Vorgehen des israelischen Präsidenten Jitzchak Herzog geäußert. Laut Trump habe Herzog sein Versprechen, Premierminister Benjamin Netanjahu zu begnadigen, nicht eingehalten. Daher bezeichnete Trump seinen Kollegen als „schwach und hilflos“.
„Ich werde belogen“
In einem Interview mit dem israelischen Fernsehsender Kanal 14 beurteilte Trump die Situation wie folgt:
- Ein gebrochenes Versprechen: Der US-Präsident sagte, Herzog habe ihm mehrmals versprochen, Netanjahu zu begnadigen, halte sein Versprechen aber nicht.
- Krieg und Prozess: Trump ist überzeugt, dass die laufenden, „dummen“ Prozesse gegen Netanjahu den Premierminister von seiner Hauptaufgabe – der Kriegsführung – ablenken.
- Die Haltung der Gegenseite: Israelische Beamte behaupten, Herzog habe nie ein festes Versprechen bezüglich einer Begnadigung gegeben, sondern lediglich gesagt, die Angelegenheit werde im Rahmen des Rechts geprüft.
Wessen wird Netanjahu beschuldigt?
Zum ersten Mal in der israelischen Geschichte ist ein amtierender Premierminister in einem Strafverfahren als Angeklagter angeklagt. Ihm werden schwere Vorwürfe der Bestechung, des Betrugs und des Machtmissbrauchs zur Last gelegt:
1. „Affäre Milchan“: Der Premierminister steht im Verdacht, teure Geschenke des Milliardärs Arnon Milchan angenommen zu haben, um dessen Geschäftsinteressen zu schützen.
2. Medienabsprachen: Es wird behauptet, dass geheime Kontakte zum Telekommunikationsunternehmen „Bezeq“ und der Zeitung „Yedioth Ahronoth“ bestanden, um verschiedene Vorteile im Austausch für Material zu gewähren, das die Familie Netanjahu lobte.
3. Internationale Strafverfolgung: Am 21. November 2024 erließ der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) einen Haftbefehl gegen Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Joav Galant wegen Kriegsverbrechen im Gazastreifen.
Trumps entschiedene Verteidigung und Sanktionen gegen den IStGH
Der US-Präsident unterstützt Israel weiterhin bedingungslos. Die Trump-Regierung hat beispiellose Maßnahmen zum Schutz Netanjahus ergriffen. Dieser Schritt wird als starker Druck auf die internationale Institution gewertet, die für globale Gerechtigkeit sorgt.
- Der Prozess begann 2019.
- Der Haftbefehl des IStGH wurde am 21. November 2024 ausgestellt.
- Die Hauptanklagepunkte sind Bestechung, Betrug und Kriegsverbrechen.
- Die Position der USA umfasst volle militärische und politische Unterstützung sowie Sanktionen.
Liebe Leserinnen und Leser, glauben Sie, dass der israelische Präsident Netanjahu unter dem Druck von Trump begnadigen wird? Haben die Prozesse tatsächlich einen negativen Einfluss auf den Kriegsverlauf?
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