USA planen Bodenoperationen gegen den Iran und potenzielle Risiken

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Laut The Washington Post, die sich auf Quellen beruft, hat das Pentagon Vorbereitungen für mögliche Bodenoperationen im Iran begonnen, die mehrere Wochen bis zwei Monate dauern könnten.
Nach Angaben des Verlags sieht keiner der derzeit vom Pentagon erwogenen Szenarien eine großangelegte Invasion vor. Die Vorbereitungen umfassen hauptsächlich begrenzte Streiks gegen Waffeneinrichtungen an der Küste des Hormuz-Golfs, die Handels- und Kriegsschiffe zerstören können, sowie die Eroberung der Insel Kharg, dem wichtigsten Exportzentrum für iranisches Öl. Dabei werden Spezialeinheiten und reguläre Infanterie eingesetzt.
Das Magazin stellt fest, dass jede Bodenmission US-Soldaten gefährden könnte: Sie könnten Raketen- und Drohnenangriffen, bewaffneten improvisierten Sprengvorrichtungen sowie Bodenangriffen ausgesetzt sein.
Bisher ist es offiziell nicht bekannt, ob Donald Trump die Bodenkampagne genehmigt hat oder nicht. Weiße-Haus-Pressesprecherin Karoline Leavitt betonte in einem Gespräch mit einem Reporter von The Washington Post, dass die Aufgabe des Pentagons darin bestehe, sich auf jedes Szenario vorzubereiten und dem „Oberbefehlshaber maximale Handlungsfreiheit zu bieten“. Sie bestätigte nicht, dass der Präsident eine Entscheidung bezüglich dieser Operation getroffen hat.
Eine Quelle sagte, es könnten „nicht Monate, sondern nur wenige Wochen ausreichen“, um die Ziele zu erreichen. Eine andere Quelle betonte jedoch, dass der Einsatz „mehrere Monate dauern“ könnte.
Senator Lindsey Graham erklärte in einer Erklärung: „Wir haben in Iwo Jima gewonnen, das schaffen wir auch. Ich vertraue immer auf die Fähigkeiten der Marines.“
Gleichzeitig verbreitete sich in den sozialen Netzwerken ein Brief von Generalleutnant Leonard F. Anderson, dem Befehlshaber der Reservekräfte des US-Marinekorps. In diesem nicht verifizierten Schreiben rief der Kommandeur die Reservisten auf, ihre Kampfbereitschaft zu überprüfen und begründete dies damit, dass die Streitkräfte des Landes derzeit an Operationen im Zusammenhang mit dem Iran teilnehmen und eine allgemeine Mobilmachung Realität werden könnte.
In amerikanischen Medien wird seit einigen Tagen diskutiert, dass Vorbereitungen für Bodenoperationen im Iran getroffen werden. Offiziell liegen keine Informationen vor. Am 20. März hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er werde „keine Truppen irgendwohin schicken“.
Die derzeit im Nahen Osten angekommenen US-Kriegsschiffe können mehr als 4.000 Marines aufnehmen. Außerdem stehen Soldaten der 82. Luftlandedivision in Kampfbereitschaft.
Eine mögliche Bodenoperation könnte von der US-Bevölkerung nicht unterstützt werden. Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage des Associated Press waren 62 % der Teilnehmer gegen den Einsatz von Streitkräften im Iran, nur 12 % unterstützten einen solchen Plan.
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