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Oleg Deripaska schlägt einen 12-Stunden-Arbeitstag vor

Oleg Deripaska schlägt einen 12-Stunden-Arbeitstag vor

Der russische Milliardär und Unternehmer Oleg Deripaska hat eine große Debatte ausgelöst, indem er eine drastische Änderung des Arbeitsregimes des Landes vorschlug. Unter Hinweis auf den schweren Verlust globaler wirtschaftlicher Möglichkeiten schlug der Geschäftsmann vor, dass russische Bürger zu einer Arbeitszeit von zwölf Stunden pro Tag, von Montag bis Samstag, übergehen sollten. Laut Deripaska ist dieser intensive Zeitplan eine notwendige Maßnahme, um der nationalen Wirtschaft zu helfen, sich von ihrer aktuellen Krise zu erholen.

Der Unternehmer betonte, dass Humankapital die wertvollste Ressource Russlands bleibt. Er argumentierte, dass in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten die Fähigkeit und Bereitschaft der Bevölkerung, deutlich länger zu arbeiten, der Schlüssel zur Überwindung finanzieller Härten und zur Stabilisierung der Zukunft des Landes sein könnten.

Obwohl der Vorschlag extrem erscheint, hat er bei einigen Experten teilweise Unterstützung gefunden. Gennadi Onischtschenko, ein Akademiker der Russischen Akademie der Wissenschaften, räumte ein, dass eine Sechstagewoche der angeschlagenen Wirtschaft potenziell zugutekommen könnte. Onischtschenko wies jedoch schnell darauf hin, dass die Umsetzung eines solchen Systems derzeit unmöglich ist. Er verwies auf die bestehende Arbeitsgesetzgebung, den zu erwartenden starken Widerstand der Gewerkschaften und die mangelnde Bereitschaft der breiten Öffentlichkeit für eine solch anspruchsvolle Änderung des Lebensstils.

Unterdessen hat die russische Staatsduma ihre Haltung zu dieser Angelegenheit klargestellt. Jaroslaw Nilow, der Leiter des zuständigen parlamentarischen Ausschusses, erklärte, dass die Gesetzgeber derzeit keine Änderungen der Standardarbeitszeiten diskutieren. Nilow betonte, dass mögliche Änderungen des Arbeitsrechts umfassende Verhandlungen zwischen der Regierung, den Arbeitgebern und den Gewerkschaften beinhalten müssen.

Die Initiative stieß auch bei verschiedenen politischen Persönlichkeiten auf scharfe Kritik. Leonid Sluzki, der Vorsitzende der LDPR-Partei, lehnte Deripaskas Vorschlag öffentlich ab. Sluzki argumentierte, dass sich die Regierung und die Wirtschaftsführer anstatt die Bürger zu längeren Arbeitszeiten zu zwingen, auf die Verbesserung der allgemeinen Arbeitsproduktivität und die Erhöhung der Löhne konzentrieren sollten, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

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