Konflikt zwischen Trump und dem Papst verschärft sich

US-Präsident Donald Trump äußerte über das soziale Netzwerk Truth Social scharfe Kritik an Papst Leo XIV. Er warf dem Papst Untätigkeit im Kampf gegen die Kriminalität und Ineffektivität in der Außenpolitik vor und kritisierte dessen Positionen offen.
In seiner Erklärung ging Trump auch auf bestimmte geopolitische Fragen ein. Er erklärte, dass er den Papst nicht akzeptiere, da dieser eine zu milde Haltung gegenüber Irans Bestreben, Atomwaffen zu besitzen, an den Tag lege. Ebenso kritisierte er scharf die Position, die mögliche militärische Aktionen der USA gegen Venezuela verurteilte. Seiner Meinung nach sollte sich der Papst auf seine religiöse Mission konzentrieren, anstatt die Aktivitäten der US-Regierung zu bewerten.
Trump brachte eine weitere kontroverse Behauptung vor und betonte, dass die amerikanische Herkunft von Leo XIV. ein entscheidender Faktor bei dessen Wahl zum Papst gewesen sei. Er gab sogar die scharfe Erklärung ab: „Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre er nicht im Vatikan“. Gleichzeitig mahnte er den Papst, seine „Neigung zu radikalen Linkskräften einzustellen“ und „ein echter geistlicher Führer statt eines Politikers zu sein“.
Zur Information: Im Januar 2026 äußerte Papst Leo XIV. in seiner traditionellen Ansprache an den diplomatischen Korps im Vatikan seine Ansichten zur modernen Diplomatie. Er betonte, dass eine auf Dialog und Vereinbarungen basierende Diplomatie zunehmend durch Ansätze ersetzt werde, die auf Macht und Druck basieren. Zudem rief er dazu auf, die Rechte von Flüchtlingen, Migranten und Gefangenen zu respektieren.
Kurz darauf wurde dieses Thema auch im US-Verteidigungsministerium diskutiert. Der stellvertretende Minister für politische Angelegenheiten, Elbridge Colby, lud Kardinal Christophe Perny, den Vertreter des Vatikans in den USA, ins Pentagon ein. Medienberichten zufolge wurde während des Treffens Unmut über die kritischen Äußerungen des Papstes zur US-Politik geäußert.
Papst Leo XIV., der sich zur Lage im Nahen Osten äußerte, rief alle Staaten zum Frieden auf und betonte die Notwendigkeit, auf Krieg zu verzichten und Lösungen durch Dialog zu finden. Er ermutigte die Menschen, mit politischen Führern in Kontakt zu treten und für den Frieden zu arbeiten.
Gleichzeitig gab Leo XIV. bekannt, dass er nicht auf die von Trump geäußerten Kritiken reagieren wolle. Er betonte, dass seine Mission nicht die Politik, sondern die Verbreitung der Ideen des Evangeliums sei, und erklärte, dass er sich durch keinen Druck einschüchtern lasse.
„Wir sind keine Politiker. Wir existieren, um der Welt Ideen von Frieden und Versöhnung zu vermitteln“, sagte er in einem Interview mit Journalisten.
Trumps Aussagen stießen auch bei internationalen Politikern auf Ablehnung. Unter anderem verteidigte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Papst und betonte, dass sein Aufruf zum Frieden natürlich und richtig sei. Sie bezeichnete Trumps Worte als inakzeptabel.
Auch der stellvertretende italienische Ministerpräsident Matteo Salvini äußerte sich zu diesem Thema und erinnerte daran, dass der Papst das geistliche Oberhaupt von Milliarden von Katholiken sei. Seiner Meinung nach seien Angriffe auf eine Person, die den Frieden propagiert, unlogisch.
In der Zwischenzeit kam es zu einem weiteren kontroversen Vorfall. Am 12. April veröffentlichte Donald Trump ein durch künstliche Intelligenz erstelltes Bild, das ihn in der Gestalt von Jesus Christus darstellte. Obwohl er auf dem Bild als Arzt zu sehen war, der einen Patienten heilte, wurde dies von der Öffentlichkeit unterschiedlich interpretiert.

Dieser Post stieß bei Christen, einschließlich Anhängern des US-Präsidenten, auf scharfe Kritik. Der Fox-News-Moderator und konservative Kommentator Raleigh Gaines sagte, er könne „nicht verstehen, warum er dieses Bild veröffentlicht hat“, und riet Trump, „etwas bescheidener zu sein“.
Megan Basham, Autorin der konservativen Publikation Daily Wire, bezeichnete Trumps Post als „geschmacklos“. Steve Dice, Moderator des rechtsextremen Senders BlazeTV, reagierte auf den Post schlicht mit einem „Nein“.
Später bestätigte Trump, dass er das kritisierte Bild selbst auf seiner Seite veröffentlicht hatte. Er löschte das Bild und erklärte, dass er darin eigentlich nicht als Jesus, sondern als Arzt des Roten Kreuzes dargestellt worden sei. „Nur Fake News könnten eine solche Interpretation [die Gestalt von Jesus] erfinden. Ich habe gerade erst davon gehört und mich gefragt: ‚Wie kamen sie darauf?‘ Es war beabsichtigt, mich als einen Arzt darzustellen, der Menschen hilft, gesund zu werden“, so Trump.
So wurde der Konflikt zwischen Trump und dem Papst nicht nur zu einem politischen, sondern auch zu einem spirituellen und sozialen Diskurszentrum. Wie dieser Streit weitergeht, bleibt abzuwarten, doch er steht weiterhin im Fokus der Weltöffentlichkeit.
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