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Ehemalige Minister in China wegen Bestechlichkeit zum Tode verurteilt

Der Kampf gegen Korruption in China verschärft sich. Die beiden ehemaligen Verteidigungsminister Li Shangfu und Wei Fenghe wurden wegen groß angelegter Bestechlichkeit zum Tode mit zweijähriger Aussetzung verurteilt. Dies meldete die offizielle Nachrichtenagentur Xinhua.

Es wurde bekannt gegeben, dass beide Beamten einst in den höchsten militärischen und staatlichen Systemen Chinas tätig waren. Sie waren Mitglieder der Zentralen Militärkommission und des Staatsrates.

Laut dem Urteil des chinesischen Militärgerichts wurde Wei Fenghe der Annahme von Bestechungsgeldern in großem Umfang für schuldig befunden. Li Shangfu wurde sowohl wegen Bestechlichkeit als auch wegen korruptionsbezogener Verbrechen angeklagt.

Gemäß dem Gerichtsbeschluss wurden den ehemaligen Ministern lebenslang ihre politischen Rechte entzogen. Sie können keine öffentlichen Ämter mehr bekleiden, nicht mehr wählen und nicht an politischen Prozessen teilnehmen.

Zudem wurde mitgeteilt, dass ihr gesamtes Vermögen zugunsten des Staates beschlagnahmt wird. Diese Entscheidung unterstreicht erneut die kompromisslose Korruptionspolitik der chinesischen Regierung.

Bemerkenswert ist, dass die Strafe als „Todesstrafe mit zweijähriger Aussetzung“ festgelegt wurde. Dies gilt als eine der einzigartigen rechtlichen Maßnahmen in der chinesischen Gesetzgebung.

Dem Gesetz zufolge wird die Todesstrafe automatisch in lebenslange Haft umgewandelt, wenn die Verurteilten innerhalb der zweijährigen Frist keine weiteren schweren Verbrechen begehen. Eine vorzeitige Entlassung oder Strafmilderung ist für solche Verurteilten jedoch praktisch ausgeschlossen.

In den letzten Jahren ist ein starker Anstieg von Korruptionsfällen gegen hochrangige Beamte in China zu beobachten. So wurde im August letzten Jahres Liu Xintai, der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Ständigen Ausschusses des Volkskongresses der Provinz Hainan, ebenfalls wegen Bestechlichkeit zu einer ausgesetzten Todesstrafe verurteilt.

Offiziellen Angaben zufolge erhielt er illegal mehr als 316 Millionen Yuan, was etwa 44 Millionen Dollar entspricht.

Auch die Verurteilung des ehemaligen chinesischen Landwirtschaftsministers Tang Renjian wegen Korruptionsdelikten im September letzten Jahres sorgte für großes Aufsehen.

Analysten sind der Meinung, dass die Pekinger Regierung durch die Verschärfung des Kampfes gegen Korruption im Staatsapparat versucht, Disziplin und Kontrolle im Land zu festigen.

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