Putin ersetzt Gouverneure zweier an die Ukraine grenzender Regionen

In den an die Ukraine grenzenden russischen Regionen Belgorod und Brjansk hat es einen Führungswechsel gegeben. Am 13. Mai nahm Präsident Wladimir Putin die Rücktritte des Gouverneurs der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, und des Leiters der Region Brjansk, Alexander Bogomas, entgegen. Offiziellen Berichten zufolge verließen beide Beamte ihre Posten auf eigenen Wunsch.
Wer sind die neuen Führungskräfte?
Die Verantwortung für die Verwaltung der Gebiete wurde vorübergehend auf neues Personal übertragen:
Region Belgorod: Zum amtierenden Leiter wurde Alexander Schuwajew ernannt. Er ist Teilnehmer an den Militäroperationen in der Ukraine und wurde im Rahmen des staatlichen Programms „Zeit der Helden“ für Führungspositionen ausgebildet. Seit Anfang des Jahres war Schuwajew als stellvertretender Gouverneur der Region Irkutsk tätig.
Region Brjansk: Für dieses Gebiet wurde Jegor Kowaltschuk als Leiter eingesetzt. Er ist Absolvent der „Gouverneursschule“ und war zuvor in hochrangigen Positionen in der Region Tscheljabinsk tätig. Zudem fungierte er als „Regierungschef“ der von Russland besetzten Struktur der „Volksrepublik Luhansk“.
Zukunft der ehemaligen Gouverneure
Berichten zufolge könnte der scheidende Wjatscheslaw Gladkow künftig den Posten eines stellvertretenden Ministers für wirtschaftliche Entwicklung oder eines Botschafters in Abchasien übernehmen. Alexander Bogomas wird voraussichtlich seine Karriere als Abgeordneter der Staatsduma fortsetzen.
Schwierige Lage in den Grenzregionen
Diese Ernennungen erfolgen zu einer Zeit, in der sich die Lage an der Grenze zur Ukraine verschärft hat. Beide Regionen sind während des Krieges regelmäßig Angriffen ausgesetzt:
Region Belgorod: Aufgrund von Angriffen Anfang 2026 kam es in der Region zu massiven Stromausfällen. Im März wurde die Stadt Ziel eines schweren Raketenangriffs. Laut Gladkow sind seit Beginn des Konflikts in der Region 320 Menschen ums Leben gekommen und 2.500 verletzt worden.
Region Brjansk: Auch dieses Gebiet wird häufig von Drohnen angegriffen. Ende 2024 wurde unter anderem ein Großbrand an einer Anlage der Ölpipeline „Druschba“ gemeldet.
Es ist erwähnenswert, dass der Kreml bereits zuvor mit dem Austausch der Führungskräfte in den Grenzregionen begonnen hatte. Im Dezember 2024 wurde auch der Gouverneur der Region Kursk aufgrund von Unzufriedenheit mit seinem Verhalten während des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte seines Amtes enthoben.
Glauben Sie, dass die neu ernannten Führungskräfte mit militärischer und administrativer Erfahrung die Sicherheit in den Grenzregionen gewährleisten können?
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