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Internatsleiter in Indonesien wegen Missbrauchsverdachts unter Beschuss

Internatsleiter in Indonesien wegen Missbrauchsverdachts unter Beschuss

Ein schwerer Konflikt ist um ein Mädcheninternat im Dorf Tlogosari in Zentral-Java, Indonesien, entbrannt. Die Bildungseinrichtung hat ihren Betrieb nach Vorwürfen des Missbrauchs an Schülerinnen eingestellt.

Laut BBC steht der 58-jährige Schulleiter Kiyai Ashari im Verdacht, Dutzende Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Am 2. Mai versammelten sich Hunderte Bürger vor dem Internat, um gegen den Vorfall zu protestieren und den Schutz von Frauenrechten zu fordern.

Bisher liegt offiziell eine Anzeige einer Betroffenen vor. Ihr Rechtsbeistand Ali Yusron gab jedoch an, dass die Zahl der möglichen Opfer zwischen 30 und 50 liegen könnte.

Ersten Ermittlungen zufolge drang der Verdächtige unter verschiedenen Vorwänden in die Zimmer der Schülerinnen ein und beging Übergriffe. Die Vorfälle sollen sich zwischen 2020 und 2024 ereignet haben. Behörden gaben an, dass bereits früher ähnliche Anschuldigungen gegen Ashari erhoben wurden, die Opfer oder deren Eltern ihre Aussagen jedoch teilweise zurückzogen.

Experten und Aktivisten weisen darauf hin, dass dieser Vorfall die mangelnde Aufsicht in einigen Internaten verdeutlicht. Nach dem Skandal entzog das indonesische Religionsministerium die Lizenz der Schule.

Die Einrichtung ist derzeit geschlossen; die Schülerinnen wurden nach Hause geschickt oder in anderen Schulen untergebracht. Die Ermittlungen dauern an.

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