Kroatien verweigert Zustimmung für israelischen Botschafterkandidaten

Der kroatische Präsident Zoran Milanović hat die Zustimmung für den Kandidaten des neuen israelischen Botschafters in Zagreb verweigert. Berichten zufolge wurde diese Entscheidung vor dem Hintergrund der Politik der aktuellen israelischen Regierung getroffen, insbesondere der Militäroperationen im Gazastreifen.
In einer Erklärung des kroatischen Präsidentenamtes wurde deutlich betont, dass der von der israelischen Seite vorgeschlagene Botschafterkandidat nicht die Zustimmung von Milanović erhalten hat und diese auch in Zukunft nicht erhalten wird.
„Der vorgeschlagene Botschafter des Staates Israel hat nicht die Zustimmung des Präsidenten der Republik, Zoran Milanović, erhalten und wird sie auch nicht erhalten“, heißt es in der Erklärung.
Milanović hat die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen bereits mehrfach kritisiert. Es heißt, er habe sich bisher aufgrund diplomatischer Gepflogenheiten mit scharfen öffentlichen Kommentaren zu diesem Thema zurückgehalten.
Der kroatische Präsident ist jedoch der Ansicht, dass die israelische Seite den Kandidaten für den neuen Botschafter in Zagreb bekannt gegeben hat, ohne die offizielle Zustimmung Kroatiens einzuholen. Er wertete dies als Verstoß gegen eine „ungeschriebene Regel“ in den diplomatischen Beziehungen.
Das israelische Außenministerium erklärte, man arbeite mit den kroatischen Partnern zusammen, um die Frage des Status des neuen Botschafters in Zagreb zu klären.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Kroatien und Israel bleiben vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Nahen Osten, insbesondere der Militäraktionen in Gaza, belastet. Dies scheint sich auch auf den offiziellen Dialog zwischen den beiden Ländern auszuwirken.
Zur Erinnerung: Im Februar erklärte Zoran Milanović, dass kroatische Soldaten aufgrund „inakzeptabler Handlungen und beispielloser Verstöße“ gegen das humanitäre Völkerrecht nicht mit der israelischen Armee zusammenarbeiten würden.
Kurz gesagt, der kroatische Präsident hat durch die Verweigerung der Zustimmung zum israelischen Botschafterkandidaten seine politische Position offen dargelegt. Diese Entscheidung wird nicht nur als diplomatische Protokollfrage, sondern auch als Haltung zur Lage in Gaza wahrgenommen. Das Signal aus Zagreb ist eindeutig: Diplomatische Schritte ohne offizielle Zustimmung werden nicht einfach hingenommen.
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