Kontrolle über den Umsatz ausländischer Online-Shops wird verschärft

In Usbekistan ist eine Verschärfung der Kontrolle im E-Commerce-Sektor geplant, insbesondere für Handelsumsätze, die über ausländische Online-Shops und Marktplätze abgewickelt werden. Das Steuerkomitee hat ein Verfahren zur Übermittlung anonymisierter Daten über Umsätze und Transaktionen von E-Commerce-Betreibern ausgearbeitet.
Dies gab Yigitali Narziyev, Berater des Vorsitzenden des Steuerkomitees, am 18. Mai auf einer Senatssitzung bekannt. Er betonte, dass das Dokument im Rahmen der Umsetzung eines Präsidialdekrets entwickelt wird und darauf abzielt, die Transparenz auf dem elektronischen Handelsmarkt zu erhöhen.
Nach Genehmigung des neuen Verfahrens werden die Steuerbehörden in der Lage sein, automatisch Daten zu elektronischen Zahlungen, Umsätzen und Transaktionen zu erhalten. Dabei werden auch Zahlungen an ausländische Unternehmen berücksichtigt. Dies dient der korrekten Steuerberechnung und der Ermittlung des tatsächlichen Umsatzes im E-Commerce.
Wichtig ist, dass die Daten in anonymisierter Form übertragen werden. Das Hauptziel besteht darin, Handelsumsätze, Transaktionsvolumina und steuerlich relevante Indikatoren zu analysieren, nicht jedoch persönliche Nutzerdaten.
Zudem ist ein Mechanismus zur steuerlichen Registrierung ausländischer juristischer Personen geplant, die Waren über Marktplätze verkaufen. Dies bedeutet, dass ausländische Online-Shops, die aktiv auf dem usbekischen Markt tätig sind, ihre steuerlichen Verpflichtungen erfüllen müssen.
Sollten sich ausländische Unternehmen weigern, Steuern zu zahlen oder festgelegte Anforderungen nicht erfüllen, könnte ein Mechanismus zur Einschränkung ihrer Tätigkeit eingeführt werden. Dies wird als Schritt zur Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen für lokale und ausländische Unternehmen bewertet.
In den letzten Jahren hat sich der Online-Handel in Usbekistan rasant entwickelt. Neben lokalen Marktplätzen sind auch Einkäufe bei ausländischen Online-Shops beliebt geworden. Daher legen die staatlichen Behörden besonderes Augenmerk auf Steuerdisziplin, transparente Buchführung und legalen Umsatz in diesem Markt.
Ein solches System ist auch für lokale Unternehmer wichtig. Wenn ausländische Verkäufer ohne Steuerzahlung konkurrieren, könnten lokale Unternehmen benachteiligt werden. Der neue Mechanismus hilft dabei, die Wettbewerbsregeln zu vereinheitlichen.
Kurz gesagt: Die Kontrolle über den Umsatz ausländischer Online-Shops und E-Commerce-Betreiber in Usbekistan wird verschärft. Steuerbehörden erhalten automatische Transaktionsdaten, und ausländische Unternehmen müssen sich möglicherweise steuerlich registrieren. Der Online-Handel wächst, daher dürfen die Regeln nicht in der „Offline“-Ära stecken bleiben.
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!