Drastisches Einkommensgefälle: Taschkent führt, andere Regionen fallen zurück

Nach den Ergebnissen des ersten Quartals 2026 beliefen sich die Gesamteinkommen der Bevölkerung Usbekistans auf 263,2 Billionen Som. Trotz eines realen Wachstums von 7,8 Prozent bleibt das Problem der wirtschaftlichen Ungleichheit weiterhin aktuell.
Nach Angaben der Statistikagentur lag das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen landesweit bei 6,9 Millionen Som, wobei die Unterschiede zwischen der Hauptstadt und den Regionen jedoch erheblich sind.
Insbesondere in der Stadt Taschkent sind die Einkommen der Bevölkerung mit durchschnittlich 19,1 Millionen Som deutlich höher. Dieser Wert liegt fast viermal so hoch wie das niedrigste Einkommen, das in der Region Namangan mit 4,6 Millionen Som verzeichnet wurde.
Dies verdeutlicht erneut das Ausmaß des wirtschaftlichen Ungleichgewichts zwischen den Regionen.
Eine Analyse der Einkommensquellen zeigt, dass der größte Teil des Wohlstands der Bevölkerung weiterhin aus Erwerbstätigkeit stammt – 60,7 Prozent. Gleichzeitig spielen Überweisungen aus dem Ausland eine wichtige Rolle und machen 27,5 Prozent des Gesamteinkommens aus.
Interessanterweise hat der Anteil der Selbstständigen 29,8 Prozent erreicht und nähert sich damit fast dem Anteil der offiziell Beschäftigten (30,9 Prozent) an. Dies deutet darauf hin, dass der Anteil des informellen Sektors in der Wirtschaft weiterhin hoch ist.
In einigen Regionen ist die Abhängigkeit von externer Arbeitsmigration zudem deutlich spürbar. So entfallen beispielsweise in der Region Andijon 31,2 Prozent der Haushaltseinkommen auf Transferzahlungen.
Gleichzeitig sind die wirtschaftlichen Wachstumsraten nicht in allen Regionen gleich. In der Region Xorazm lag das Wachstum bei 2,8 Prozent und in der Region Fargʻona bei 2,9 Prozent, was deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt liegt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz des Anstiegs der Gesamteinkommen im Land Faktoren wie die regionalen Unterschiede, der hohe Anteil des informellen Sektors und die Abhängigkeit von Migration weiterhin ernsthafte Herausforderungen für die wirtschaftliche Stabilität und eine ausgewogene Entwicklung darstellen.
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