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Warum man das Wasser von gekochten Eiern nicht wegschütten sollte

Warum man das Wasser vom Eierkochen nicht wegschütten sollte?

Wenn auch Sie zu denjenigen gehören, die das Wasser nach dem Eierkochen einfach in das Waschbecken schütten, sollten Sie beim nächsten Mal vorab genau darüber nachdenken.

Experten zufolge wird davon abgeraten, das nach dem Kochen der Eier verbleibende Wasser in den Abfluss zu gießen. Der Hauptgrund hierfür ist die negative Auswirkung des kochenden Wassers auf das Sanitärsystem.

Insbesondere der Siphon, seine Wellschläuche und die PVC-Rohre in der Kanalisation können ihre Dichtigkeit verlieren. Da die Gummidichtungen in diesen Bauteilen nicht für hohe Temperaturen ausgelegt sind, können sie unter der Einwirkung von kochendem Wasser schnell versagen.

Darüber hinaus können bei Waschbecken aus künstlichen Materialien, insbesondere Acryl, durch die Einwirkung von kochendem Wasser und den häufigen Wechsel zwischen kaltem und heißem Wasser feine Risse an der Oberfläche entstehen. Mit der Zeit können sich diese Risse vertiefen und zu Brüchen im Waschbecken führen.

Kochendes Wasser darf nur dann abgegossen werden, wenn die Sanitärteile aus Metall gefertigt sind. Eine Ausnahme bilden zudem Waschbecken aus Feinsteinzeug und Agglomerat, da diese Materialien Temperaturen von bis zu 180°C standhalten können.

Anstatt das Wasser vom Eierkochen unnötig wegzuschütten, empfehlen Experten, es abkühlen zu lassen und für den Haushalt zu verwenden, insbesondere zum Gießen von Zimmerpflanzen. Eierschalen bestehen zu etwa 90 Prozent aus Substanzen wie Calciumcarbonat und Calciumphosphat, die für Pflanzen wichtig sind.

Während des Kochvorgangs löst sich ein Teil des Calciums aus der Schale und geht in das Wasser über.

Calcium ist an vielen Stoffwechselprozessen in Pflanzen beteiligt, beeinflusst den Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel und hilft zudem, den Säuregehalt des Bodens im Normbereich zu halten.

Jedoch ist auch hier das Maß entscheidend. Ein Übermaß an Calcium kann die Aufnahme anderer Mikroelemente durch die Pflanzen behindern.

Beispielsweise wirkt es sich negativ auf die Aufnahme von Bor und Stickstoff aus und bindet Eisenverbindungen. Dies kann zum Auftreten weißer Flecken auf den Blättern und zu einer Verlangsamung des Pflanzenwachstums führen.

Daher ist es ratsam, solches Wasser nur einmal alle 3 bis 4 Wochen zu verwenden.

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