Import von Zuchtvieh von der Mehrwertsteuer befreit

In Usbekistan wurde ein wichtiger Beschluss gefasst, der darauf abzielt, den Viehwirtschaftssektor auf eine neue Stufe zu heben, die Produktivität zu steigern und die Branche auf der Grundlage moderner Managementsysteme zu entwickeln. Gemäß dem Dekret des Präsidenten „Über Maßnahmen zur Entwicklung des Viehwirtschaftssektors und der Weidewirtschaft auf der Grundlage moderner Managementsysteme und neuer Ansätze“ wurden eine Reihe neuer Vorteile und Aufgaben für den Sektor festgelegt.
Dem Beschluss zufolge wurden spezifische Zielindikatoren für die Entwicklung des Viehwirtschaftssektors in den Jahren 2026–2028 festgelegt. Demnach ist geplant, den Grad der industriellen Verarbeitung von Fleisch- und Milchprodukten auf 50 Prozent zu erhöhen. Dies wird es ermöglichen, mehr hochwertige, verarbeitete und wertschöpfungsstarke Produkte auf den Markt zu bringen.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Steigerung der Viehproduktivität durch Erhöhung des Anteils an Zuchtvieh auf 90 Prozent. Einfach ausgedrückt: Der Schwerpunkt im Sektor wird nun nicht mehr nur auf der Erhöhung der Tierzahl liegen, sondern auf der Verbesserung ihrer Qualität, Rasse und Produktivität. Dies ist sowohl für Landwirte als auch für die Bevölkerung vorteilhaft: Die Milchproduktion steigt, die Fleischqualität verbessert sich und das Einkommen wird stabiler.
Der Beschluss widmet auch der Stärkung der Futterbasis besondere Aufmerksamkeit. Ab der Ernte 2027 wird es gestattet sein, auf 50 Prozent der für Baumwolle und Getreide geplanten Flächen Futterpflanzen anzubauen. Dies dient dazu, den Futtermangel für das Vieh zu verringern, die Produktionskosten zu senken und die unabhängige Futterversorgung der Betriebe zu stärken.
Zudem wird vom 1. Juli 2026 bis zum 1. Januar 2030 ein Subventionssystem für Zuchtkälber eingeführt, die von identifizierten Kühen in Haushalten stammen. Wenn das Kalb durch künstliche Befruchtung gewonnen wird, wird ein Zuschuss von 500.000 UZS pro Kopf gewährt, bei Embryotransfer sind es 700.000 UZS.
Diese Neuerung ist besonders für landwirtschaftliche Haushalte wichtig. Denn in ländlichen Gebieten erzielen viele Familien ihr Einkommen durch die Rinderhaltung. Die Subvention für Zuchtkälber ermutigt sie, sich auf Qualitätsrassen zu konzentrieren, moderne Methoden anzuwenden und die Viehwirtschaft nicht nur als einfachen Lebensunterhalt, sondern als kleines Unternehmen zu entwickeln.
Einer der größten Vorteile betrifft den Import von Zuchtvieh aus dem Ausland. Vom 1. Juni 2026 bis zum 1. Januar 2029 ist die Einfuhr von Zuchtrindern, -schafen und -ziegen in das Gebiet Usbekistans von der Mehrwertsteuer befreit. Dies ist eine große Erleichterung für Unternehmer und Landwirte und senkt die Importkosten.
Durch solche Vorteile soll die Vermehrung ertragreicher Rassen im Land gefördert, die lokale Viehwirtschaft modernisiert und das Volumen hochwertiger Fleisch- und Milchprodukte auf dem Markt erhöht werden. Wenn das System korrekt funktioniert, sind in den kommenden Jahren erhebliche Veränderungen im Viehwirtschaftssektor zu erwarten.
Kurz gesagt, der neue Beschluss zielt darauf ab, von der alten Sichtweise „viele Tiere – viel Einkommen“ in der Viehwirtschaft zum Prinzip „Qualitätsrasse – hohe Produktivität“ überzugehen. Dies bedeutet Chancen für die in der Branche tätigen Landwirte sowie Qualitätsprodukte und eine stabile Versorgung für die Bevölkerung. Die Richtung stimmt: Jetzt kommt es darauf an, dass die Vorteile nicht nur auf dem Papier, sondern in der Praxis bei den Landwirten ankommen.
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