Hat die Hantavirus-Gefahr Usbekistan erreicht?

In jüngster Zeit sorgen Berichte über Hantavirus-Infektionen in einigen Ländern für Diskussionen. In Usbekistan wurden bisher jedoch keine Fälle dieser Infektion festgestellt.
Laut Nurmat Atabekov, dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Komitees für sanitär-epidemiologische Wohlfahrt und öffentliche Gesundheit, bleibt die epidemiologische Lage im Land stabil.
„Derzeit gibt es in Usbekistan keinen Grund zur Sorge bezüglich des Hantavirus. Die Situation ist unter voller Kontrolle“, betonte der Experte.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation verbreitet sich diese Infektion nicht so schnell wie das Coronavirus und stellt kein Risiko für eine globale Pandemie dar.
Kurz zum Virus
Es gibt weltweit über 20 Arten von Hantaviren, von denen nur einige für den Menschen gefährlich sind. Die Krankheit tritt häufiger in Teilen Asiens, Europas und Lateinamerikas auf, wobei sie in Ländern wie Argentinien, Chile und Brasilien vergleichsweise häufiger gemeldet wird.
Das Virus wird hauptsächlich durch Nagetiere übertragen. Es kann durch Gegenstände, Staub oder Lebensmittel, die mit deren Urin, Kot oder Speichel kontaminiert sind, auf den Menschen übergehen. Auch ein längerer Aufenthalt in kontaminierten Umgebungen erhöht das Risiko.
Symptome und Risiken
Die Krankheit äußert sich typischerweise durch Fieber, Kopfschmerzen, Schwäche, Übelkeit, Erbrechen sowie Muskel- und Bauchschmerzen. In schweren Fällen können Nierenversagen und ernsthafte Atemwegskomplikationen auftreten.
Experten weisen darauf hin, dass es derzeit keinen spezifischen Impfstoff gegen das Hantavirus gibt. Die Behandlung erfolgt hauptsächlich symptomatisch.
Die Situation in Usbekistan
Bisher wurden im Land keine Fälle von Hantavirus-Infektionen registriert. Die sanitären Dienste führen regelmäßig virologische Überwachungen durch.
Gleichzeitig wurden eine Reihe präventiver Empfehlungen für die Bevölkerung herausgegeben: Einhaltung der persönlichen Hygiene, Sauberkeit in Wohn- und Arbeitsbereichen, korrekte Lagerung von Lebensmitteln, gründliches Waschen von Obst und Gemüse sowie regelmäßige Reinigung von Orten, an denen sich Nagetiere vermehren könnten.
Bürgern, die aus endemischen Gebieten zurückkehren, wird empfohlen, ihre örtliche Familienpoliklinik über ihren Gesundheitszustand zu informieren.
Derzeit wird die sanitär-epidemiologische Sicherheit an 53 Grenzkontrollpunkten der Republik streng überwacht.
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